180.000 Euro: Vereinsbrunch würdigt Engagement
„Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal e.V." dankt Unterstützern
- Die Unterstützerinnen und Unterstützer des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder e.V. beim jährlichen Vereinsbrunch zur Spendenübergabe und zum Dank an die Ehrenamtlichen aus Seevetal
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Große Anerkennung für ehrenamtliches Engagement prägte den Vereinsbrunch der „Hilfe für krebskranke Kinder“ e.V. in der Horster Mühle. Vertreterinnen und Vertreter des Vereins, der Fördergemeinschaft Knack den Krebs Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. sowie zahlreiche Unterstützende kamen zusammen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und kommende Projekte vorzustellen.
Bereits zu Beginn wurde die Bedeutung des ehrenamtlichen Netzwerks hervorgehoben. „Ihr seid die Stütze des Vereins“, hieß es von Lars Sammann, zweiter Vorsitzender des Vereins. Besonders würdigte er die Arbeit der Vereinsvorsitzenden Annette Kosakowski, die sich seit mehr als 30 Jahren im Vorstand engagiert und die Arbeit des Vereins maßgeblich mitträgt.
Mit bewegenden Worten wurde an den Ehemann, Vater und Großvater Rolf Kosakowski erinnert, der ebenfalls über viele Jahre ein prägender Teil des Vereins war und unter anderem die Benefizgala ins Leben rief. In einer Gedenkminute gedachten die Anwesenden seines Engagements. Seine musikalische Begleitung werde dem Verein weiterhin in Erinnerung bleiben.
Erfolgreiches Jahr mit steigender Spendensumme
Das vergangene Jahr wurde als sehr erfolgreich beschrieben. Insgesamt 180.000 Euro konnten für Projekte bereitgestellt werden. Damit übertraf sich der Verein um rund 40.000 Euro mit Blick auf das Vorjahr. Der Dank galt allen Unterstützenden. Hervorgehoben wurde unter anderem Birgit Medenwold-Ruh (ehemalige 2. Vorsitzende), die nach einer Erkrankung wieder aktiv in die Vereinsarbeit eingestiegen ist. Auch die Kassenwartin Karin Kastner wurde für ihren verantwortungsvollen Umgang mit den Mitteln gewürdigt. Der Vorstand dankte zudem dem Schriftführer Lennart Kosakowski sowie zahlreichen weiteren Engagierten, die im Hintergrund organisatorische Aufgaben übernehmen.
Mit Blick auf das laufende Jahr wurde auf zwei Jubiläen hingewiesen: Der Weihnachtsmarkt feiert sein 50-jähriges Bestehen, ebenso die Fördergemeinschaft. Ein Einschnitt ist hingegen der Verzicht auf den traditionellen Flohmarkt. Als Grund wurden gestiegene Entsorgungskosten genannt, die zuletzt nahezu die Einnahmen erreichten.
- Maren Blohm (stehend) von "Knack den Krebs" dankt den beteilligten und stellt die geförderten Projekte vor. Neben Blohm (r. n. li.): Stephanie Joebsch, aus dem Aufsichtsrat der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V., Lara Hansen, Kunsttherapeutin im UKE, Janina Hoffmann, Kaufmännische Leitung der Fördergemeinschaft
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Konkrete Projekte im Fokus
Die Fördergemeinschaft kündigte an, die Mittel weiterhin gezielt einzusetzen. Geplant ist außerdem die Finanzierung eines Eltern-Kind-Hauses mit 16 Apartments in einem ehemaligen Schwesternwohnheim. Stefanie Joebsch aus dem Vorstand der Fördergemeinschaft zeigte sich beeindruckt vom Engagement in Seevetal.
Maren Bloom (Knack den Krebs) stellte vier zentrale Förderbereiche vor:
- 40.000 Euro fließen in Sozialzuschüsse für Familien, die durch die Krebserkrankung ihres Kindes in finanzielle Not geraten, etwa wenn ein Elternteil nicht mehr arbeiten kann.
- 45.000 Euro sind für die Kunsttherapie auf der Station vorgesehen. Sie ermöglicht Kindern, sich kreativ auszudrücken, Abstand vom Klinikalltag zu gewinnen und eigene Ressourcen zu stärken.
- 48.000 Euro unterstützen das Projekt „Clinician Scientists“. Medizinerinnen und Mediziner verbinden dabei klinische Arbeit mit Forschung, um Erkenntnisse schneller in die Behandlung einfließen zu lassen.
- 47.000 Euro werden für die palliative Versorgung bereitgestellt. Eine Brückenärztin begleitet betroffene Familien beim Übergang in die ambulante Betreuung.
- Lara Hansen erinnert sich: „Das Kind wollte einfach frische Sonne im Zimmer.“ Daraus entstand das Bild, das sie in den Händen hält
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Kunsttherapie als geschützter Raum
Kunsttherapeutin Lara Hansen, seit dem vergangenen Jahr auf den Stationen tätig, schilderte ihre Erfahrungen: „Die Kunsttherapie ist ein Ort an dem die Kinder völlig frei und selbstbestimmt sein können. Das ist in ihrem Alltag oft anders. Sie können ihren Gedanken in dieser Zeit freien Lauf lassen.“ Viele Kinder blieben über Wochen auf der Station. Die kunsttherapeutische Arbeit eröffne ihnen einen geschützten Raum und Momente des normalen Kindseins.
Zu den Höhepunkten des Vereins zählen auch in diesem Jahr erneut das Golfturnier, der Weihnachtsmarkt und die Spendengala.
Redakteur:Sven Rathert aus Seevetal |
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