Resolution
Maschen appelliert an Stelle, das geplante Aldi-Zentrallager abzulehnen

Die Straßen um die Autobahnanschlussstelle in Maschen sind überlastet
  • Die Straßen um die Autobahnanschlussstelle in Maschen sind überlastet
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Maschen/Stelle. Der Ortsrat Maschen/Horst/Hörsten fordert in einer Resolution die Nachbargemeinde Stelle auf, das geplante Zentrallager des Lebensmitteldiscounters Aldi nicht zu genehmigen. Das hat der Ortsrat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen.
Die Gründe für den eindringlichen Appell: Maschen befürchtet, dass die Ansiedlung des Logistiklagers die stark strapazierte Verkehrslage im Ort zusätzlich verschärft. Zudem sieht die Seevetaler Ortschaft dadurch ihre Möglichkeiten für Wohnungsbau und Wirtschaftsansiedlung erheblich eingeschränkt.
Dass Nachbarorte mit dem Mittel eines politischen Appells Einfluss auf Entscheidungen einer Gemeinde nehmen, kommt selten vor. Normalerweise äußern sich Nachbargemeinden im förmlichen Genehmigungsverfahren. Der Ortsrat Maschen/Horst/Hörsten will damit die Eindringlichkeit seiner Forderung unterstreichen. "Es ist ein Appell an das Gewissen der Ratsmitglieder in Stelle", sagt der Maschener Ortspolitiker Matthias Clausen (Die Grünen). Die Grünen in Maschen haben die Resolution initiiert.
Maschen sieht in der stark strapazierten Verkehrsbelastung an der Autobahnanschlussstelle im Ort das Hauptproblem für seine Einwohner. Auf Maschens Straßen kommt dadurch der Verkehr zum Stehen. Die Ortspolitiker drängen deshalb darauf, in Gesprächen mit dem Bund, dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Harburg den Verkehr rund um die Autobahnanschlussstelle Maschen zu ordnen. Dabei fühlt sich Maschen nicht ausreichend in der Gemeinde Seevetal unterstützt. "Hittfeld hat seine Ortsumgehung erhalten. Dort interessiert niemanden unser Problem", sagt Maschens Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD) im Ortsrat.
Gutachter seien zurzeit dabei, in einer Studie Vorschläge für eine Verlegung der Autobahnanschlussstelle auszuarbeiten, um den drohenden Verkehrsinfarkt abzuwenden, berichtet Seevetals Bauamtsleiter Gerd Rexrodt.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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