Projektentwickler informiert
Gasthaus "Zum Hundertjährigen" wird 2025 saniert sein

Das leerstehende Gasthaus "Zum Hundertjährigen" in Hittfeld
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ts. Hittfeld. Die Bauarbeiten zur Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles mit dem Gasthaus "Zum Hundertjährigen", der dazugehörigen Scheune und Destille in Hittfeld werden in diesem Sommer beginnen. Der Projektentwickler Jörg Ruschmeyer von der May Gruppe geht davon aus, dass die Gemeinde Seevetal die Baugenehmigung innerhalb der nächsten vier Wochen erteilen wird. Wie das leerstehende Denkmalensemble in der Hittfelder Ortsmitte wiederbelebt wird, berichteten Ruschmeyer und Architekt Ulrich Salvers am Mittwochabend in einer Mitgliederversammlung des Heimatvereins Hittfeld. 

Die May & Co. Wohn- und Gewerbebauten gestaltet die Ortsmitte in Hittfeld um. Zu der Sanierung des  Gasthauses "Zum Hundertjährigen" und der dazugehörigen Scheune und Destille werden die Harburger Straße verlegt, ein Aldi-Neubau errichtet, der bestehende Edeka-Markt erweitert und bis zu 17 Wohnungen über den Verbrauchermärkten gebaut. Voraussichtlich im Jahr 2025 werde die neue Ortsmitte von Hittfeld fertiggestellt sein, sagte Ruschmeyer.

Baustoffmangel, unterbrochene Lieferketten und  der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft würden eine sichere Prognose aber nahezu unmöglich machen. Die May Gruppe sei zurzeit dabei, Handwerker zu finden, die das Denkmalensemble sanieren werden.

Voraussetzung für den Baustart am "Hundertjährigen" sei, dass der frühere Gastwirt und Eigentümer des Gasthauses, Georg Steinwehe, in sein neu entstehendes Wohnhaus an der Jesteburger Straße umzieht. Architekt Ulrich Salvers geht davon aus, dass das im Juni der Fall sein wird. 

Der Hundertjährige wird kein "Design-Italiener" werden

Der Gastronom Tim Becker aus Hamburg, der Lokale auf Sylt betreibt, wird das Gasthaus "Zum Hundertjährigen" pachten und betreiben. Sein Konzept sehe vor ein, den ursprünglichen Charme als klassisches Landhaus  zu bewahren. "Der Hundertjährige wird kein moderner Design-Italiener werden", sagte Ulrich Salvers.

Allerdings: Die Gestaltung des Gasthaus-Innenbereichs unterliege keinen Auflagen des Denkmalschutzes, sagte Ruschmeyer. Sollte der Pächter von seinen ursprünglichen Plänen abrücken wollen, dürfe er das.

Für die Außenfassade dagegen gilt: Die Eigenart des Denkmals werde sich nicht verändern. "Von außen betrachtet, wird das Gebäude nach der Sanierung so aussehen, wie es heute ist", sagte Ruschmeyer.

Der Pächter wird auch die zum Denkmalensemble gehörende frühere Destille übernehmen, als Veranstaltungsraum vermieten und für Erlebnisgastronomie wie Bier- und Whisky-Verkostungen nutzen. Das Gebäude werde "rustikal" gestaltet, sagte Ruschmeyer. Er bestätigte den befürchtet schlechten Zustand. An einer Stelle stehe die Außenwand nicht mehr. "Das birgt die Gefahr, das es bröseln könnte."

In die Scheune wird eine Bäckereifiliale einziehen. "Mit Erlebnischarakter und Außensitzplätzen", sagte Ruschmeyer. Architekt Salvers hat das Gebäude einem Laserscan unterzogen. "Das Fachwerk der Scheune wird zu 70 Prozent neu gemacht", kündigte er an. Historische Steine würden verbaut. 

Der Heimatverein Hittfeld hat sich in den Jahren des Leerstands dafür eingesetzt, dass die Denkmalwürdigkeit der drei ortsbildprägenden Gebäude (Gasthaus, Scheune und Destille) nicht verloren gehen darf. Die Antworten des Projektentwicklers und des Architekten hätten ihn beruhigt, sagte der Vorsitzende Henning Drewes - zunächst einmal.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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