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30.000 Euro für krebskranke Kinder

Drei von 300 ehrenamtlichen Helfern: Ann-Kathrin Hautz (v. li.), Carina Jungermann und Kristina Kosakowski-Sammann Fotos: ts
Der 43. Benefiz-Weihnachtsbasar des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal  bringt Rekordergebnis ein - innerhalb von nur sechs Stunden.

ts. Horst. Bei seinem 43. Weihnachtsbasar in der Grundschule Horst hat der Verein Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal nach eigenen Angaben eine Rekorderlös erzielt. "Wir haben 30.000 Euro eingenommen. Alles in der zeit von 11 bis 17 Uhr. Ich bin überwältigt", teilte die 1. Vorsitzende Anette Kosakowski dem WOCHENBLATT mit.
300 ehrenamtliche Helfer haben den Erfolg bei Seevetals bekanntester Benefiz-Veranstaltung möglich gemacht. Eine von ihnen ist Ann-Kathrin Hautz aus Maschen. Die 54 Jahre alte Groß-und Außenhandelskauffrau hat sich zum ersten Mal im Helferteam engagiert. Ihre Aufgabe bei dem Basar: Menschen glücklich zu machen und Tombola-Gewinne auszugeben. Ein Präsentkorb mit Leckereien, Gutscheine für Restaurant-Besuche oder Fotorahmen waren darunter. Rund 1.500 Preise hatten Unternehmen gespendet.
Was hat Ann-Kathrin Hautz motiviert, ihren freien Sonntag zu opfern und ehrenamtlich zu arbeiten? Eine gute Freundin, Bettina Jungermann, habe sie gefragt. "Dann teile mich für eine Arbeit ein", antwortete Ann-Kathrin Hautz. Hintergrund: Der Verein Hilfe für krebskranke Kinder sucht dringend neue, jüngere Helfer. Viele Engagierte sind bereits mehr als 70 Jahre alt.
Seit etwa 20 Jahren besucht Ann-Kathrin Hautz regelmäßig den Weihnachtsbasar. "Hier sieht man Freunde und Bekannte wieder, die man nur einmal im Jahr trifft", sagt sie. Als Ehrenamtliche hatte sie weniger Zeit für Gespräche. Um 10 Uhr hat die Arbeit mit der Einweisung der Helfer begonnen. Um 13.30 Uhr hat Ann-Kathrin Hautz zum ersten Mal Zeit gefunden, etwas zu essen. Gegen 17 Uhr begann ihr Feierabend. Über ihre ehrenamtliche Aufgabe sagte sie: "Es gibt nichts Besseres, als zu helfen."
Der Weihnachtsbasar geht auf das Jahr 1976 zurück, als ein Schüler unheilbar an Leukämie erkrankte. Eltern von Mitschülern organisierten spontan einen Basar und spendeten den Erlös der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum am Universitätsklinikum Eppendorf. Seitdem findet der Benefiz-Markt immer am ersten Advent in der Grundschule Horst statt. Insgesamt mehr als 1,6 Millionen Euro sammelten die Seevetaler seitdem bei den Basaren und bei Gala-Veranstaltungen für die Kinderkrebshilfe.
Für andere Ehrenamtliche endete der Tag erst nach 22 Uhr. Der sogenannte "harte Kern" baute die Verkaufsstände ab, damit am nächsten Morgen der Schulbetrieb beginnen kann. "Ich suche jemanden, der mir die Füße massiert", scherzte Anette Kosakowski. Ehrenamt geht in die Beine, macht aber glücklich.