Kreisbrandmeister Peter Winter erläutert Fakten
Feuerwehr legt Zahlen für Landkreis vor

Nicht immer gingen die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis so glimpflich wie hier in Wangersen aus, als Essen auf einem Herd ankohlte
  • Nicht immer gingen die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis so glimpflich wie hier in Wangersen aus, als Essen auf einem Herd ankohlte
  • Foto: Archiv/Bockelmann
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Viele Zahlen hält die Statistik der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Stade bereit, die die Leistungen der freiwilligen Helfer deutlich machen. Aber hinter den harten Fakten stecken auch Momente, die den Feuerwehrleuten besonders im Gedächtnis geblieben sind, verrät Kreisbrandmeister Peter Winter.

Zu Bränden wurden die Feuerwehrleute insgesamt 453 Mal gerufen. Das entspricht 202 Einsätzen weniger als im Vorjahr. Dabei reichten die Einsätze von angezündeten Mülleimern in Stade bis hin zu großen Reetdachbränden wie in Engelschoff. 498 Mal verhinderten Brand- und Rauchmeldeanlagen, z.B. bei vergessenen Töpfen auf dem Herd, Schlimmeres. 35 Mal rückten die Umweltspezialisten der Feuerwehren aus.

Zur Rettung von Personen auf dem Wasser eilten die Feuerwehren 54 Mal. Vor allem die Havarie des Lotsenschoners blieb den Einsatzkräften im Gedächtnis. Ohne das schnelle Eingreifen zusammen mit der DLRG hätten die 43 Personen nicht unbeschadet gerettet werden können. Die Notfallgruppen unterstützten zudem 254 Mal die Rettungskräfte bei medizinischen Notfällen. Außerdem leisteten die Feuerwehrleute 648 Sicherheitswachen, die bei Veranstaltungen vorgeschrieben sind.

Technische Hilfeleistung gaben die Wehren im Landkreis 909 Mal - 180 weniger als 2018. Zu den Hilfeleistungen gehört unter anderem auch die Unterstützung bei Verkehrsunfällen, deren Zahl im vergangenen Jahr zugenommen hat, so Winter. Hier gab es sieben Todesopfer zu beklagen. "Damit befinden wir uns aber auf einem der niedrigsten Stände seit Beginn der Aufzeichnungen", weiß der Kreisbrandmeister. Das führt er außerdem auf das schnelle Handeln der Einsatzkräfte zurück. Doch auch das schnelle Erreichen einer Unfallstelle garantiert nicht immer eine Rettung. Besonders tragisch war da der Einsatz auf der A26, als eine Frau in ihrem Unfallwagen vor den Augen der Feuerwehrleute verbrannte. "Solche Momente sind sehr belastend, wenn man dem einfach ohnmächtig gegenübersteht", so Winter.

So absolvierten die Feuerwehrleute insgesamt 2.855 Einsätze. Das entsprecht durchschnittlich acht Einsätzen pro Tag. Eine beeindruckende Zahl, wie Winter findet: "Wir sprechen hier schließlich von Freiwilligen." Insgesamt sei es aber ein durchschnittliches Jahr gewesen. Bei der Statistik handele es sich nur um eine Momentaufnahme, die schnell variieren könne. "Wir wurden 2019 vor großen und komplexen Unwetterlagen verschont", so Winter. Solche Unwetter können 100 bis zu 250 Einsätze zusätzlich erfordern.

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