Altländer Viertel
Großer Polizeieinsatz nach häuslicher Gewalt in Stade
- Foto: AdobeStock/Spuno
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Mutmaßlich häusliche Gewalt hat am Sonntagabend (5. Juli) einen größeren Polizeieinsatz im Altländer Viertel in Stade ausgelöst. Rund 150 Menschen versammelten sich im Verlauf des Einsatzes vor einem Wohnhaus in der Grünendeicher Straße und erschwerten zeitweise die Arbeit von Polizei und Rettungsdienst.
Nach Angaben der Polizei wurde der Vorfall gegen 20.25 Uhr gemeldet: Bei einer Auseinandersetzung zwischen einem Ehepaar soll der 48-jährige Mann seine 43-jährige Ehefrau mit einem Messer bedroht haben. Die Frau konnte sich jedoch zu einem Nachbarn in Sicherheit bringen, der die Polizei verständigte.
Mann geht auf Polizeibeamte los
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, soll der alkoholisierte 48-Jährige den Beamten aggressiv entgegengetreten sein. Sein Versuch, auf die Einsatzkräfte loszugehen, wurde jedoch abgewehrt. Dabei stürzte der Mann und zog sich leichte Verletzungen zu.
Da sich zudem eine hochschwangere Angehörige in dem Haus befand, wurde vorsorglich der Rettungsdienst alarmiert, um die Frau medizinisch zu versorgen.
Rund 150 Menschen versammeln sich vor dem Wohnhaus
Im weiteren Verlauf des Einsatzes versammelten sich rund 150 Personen, überwiegend aus der Nachbarschaft sowie aus dem Verwandtenkreis der Beteiligten, vor dem Wohnhaus. Die Menschenmenge behinderte zeitweise die Maßnahmen der Polizei und des Rettungsdienstes.
Erst nachdem mehrere zusätzliche Streifenwagen aus umliegenden Dienststellen angefordert worden waren, konnten die Einsatzkräfte die Verletzten beziehungsweise Betroffenen sicher abtransportieren.
Polizei sichert Elbeklinikum vorsorglich ab
Um mögliche weitere Auseinandersetzungen zu verhindern, verlegte die Polizei anschließend Einsatzkräfte zum Elbeklinikum Stade. Dort wurden die Eingänge sowie die medizinische Versorgung der hochschwangeren Frau vorsorglich abgesichert.
Nach Angaben der Polizei erschienen am Krankenhaus jedoch ausschließlich Familienangehörige. Weitere Störungen blieben aus, sodass die zusätzlichen Einsatzkräfte nach und nach wieder abgezogen werden konnten.
Der 48-Jährige konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.
Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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