Täter kommt mit Geldstrafe davon
Treten und beleidigen

Dem Täter wurden Handschellen angelegt 
 | Foto: Adobe stock/Nomad_Soul (Symbolfoto)
  • Dem Täter wurden Handschellen angelegt
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Schwerer Verkehrsunfall
Transporter prallt bei Tönnhausen gegen Baum – Fahrer verletzt

Auf der Kreisstraße 2 bei Tönnhausen hat sich am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Am Ortsausgang in Richtung Hunden streifte der Fahrer eines Mercedes-Benz Sprinters aus bislang ungeklärter Ursache einen Baum. Anschließend kam der Transporter am Fahrbahnrand zum Stehen. Da zunächst vermutet wurde, dass der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei, wurden neben dem Rettungsdienst die Feuerwehr Tönnhausen sowie das Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Rüstwagen der...

Blaulicht
Der Landkreis hatte am 1. Oktober zunächst einen Blitzer-Anhänger in Höhe des Friedhofs in Richtung Heidekreis aufgestellt | Foto: bim
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Welle
Nach tödlichem Unfall auf B3 - Behörden planen erste Verkehrssicherheitsmaßnahmen

Nach dem tödlichen Unfall am 18. September an der B3 in Welle gab es am Freitag, 9. Oktober 2026, einen Ortstermin mit Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises Harburg, des Straßenbaulastträgers (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Lüneburg) und der Polizei. "Wir haben uns ein umfassendes Bild der Lage vor Ort verschafft und insbesondere auch die Forderungen der Gemeinde Welle sowie der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt", teilt der Landkreis mit.  Dabei wurden sofortige und...

Blaulicht
Der Rettungskräfte ließ die eingeschlossenen Personen aus dem Fahrstuhl | Foto: Feuerwehr Buchholz
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Buchholz
Aufwändige Rettung aus Aufzug am Bahnhof Buchholz

Am frühen Donnerstagabend, 15. Oktober,  wurden zuerst die Werkfeuerwehr der Deutschen Bahn und darauffolgend auch die Feuerwehr Buchholz und der Rettungsdienst zum Bahnhof in Buchholz alarmiert. In einem der Aufzüge die Reisende zu den Bahnsteigen befördern sollen, kam es zu einem technischen Defekt. Der Aufzug steckte mit sieben Personen zwischen den Etagen fest und ließ sich durch die Feuerwehr nicht mehr bewegen. Auch ein hinzugerufener Techniker konnte den Aufzug nicht in eine korrekte...

Blaulicht

Streit in Stade-Bützfleth eskaliert
Polizeihund beißt 40-Jährigen

Schon wieder ist ein Streit in Stade eskaliert: Nachdem es erst am vergangenen Freitagabend eine große Schlägerei mit 50 Beteiligten und mehreren Verletzten gegeben hat, ist es am Dienstagnachmittag zwischen zwei Familien in Stade-Bützfleth zu einem Streit gekommen. Die Polizei rückte mit sechs Streifenwagen zu einer Auseinandersetzung aus, an der zunächst rund 15 Menschen beteiligt waren. Als ein 40-Jähriger trotz mehrfacher Warnungen versuchte, an den Beamten vorbeizukommen, wurde ein...

Blaulicht

Polizei sucht Zeugen
800 Liter Diesel aus Baggern gestohlen

Unbekannte haben auf einer Baustelle in Burweg rund 800 Liter Diesel aus drei Baggern gestohlen. Die Tat ereignete sich zwischen Freitag, 9. Oktober, 16.30 Uhr, und Montag, 12. Oktober, 7 Uhr. Auf dem weitläufigen Baustellengelände an der Straße Dörpstroot brachen die Täter die Tankdeckel der drei Bagger auf. Die Maschinen standen mehrere Hundert Meter voneinander entfernt. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass die Diebe mit Kanistern unterwegs waren, um den Kraftstoff abzuzapfen. Für den...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Einbrecher in Seevetal hebeln Terrassentür auf

Unbekannte Täter sind am Dienstag, 13. Oktober, in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Bürgermeister-Heitmann-Straße in Seevetal eingebrochen. Die Tat ereignete sich zwischen 13 und 20 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gelangten der oder die Täter vermutlich über den von einer hohen Hecke umgebenen Garten auf die Terrasse der Wohnung. Dort hebelten sie mit einem unbekannten Werkzeug die Terrassentür auf und verschafften sich so Zutritt. Anschließend durchsuchten sie die...

Blaulicht
Eine verletzte Person wird zur medizinischen Versorgung gebracht | Foto: DLRG
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Von der Autobergung bis zur Personensuche
Großeinsatz im Alten Land: 115 Retter proben den Katastrophenfall

Vermisste Menschen auf der Elbinsel Lühesand, versunkene Container nach einem Starkregen, eine Evakuierung über die Lühe und ein schwerer Unfall an einem Baggersee: Was nach einer ganzen Serie dramatischer Ereignisse klingt, war glücklicherweise nur eine Übung. Bei der groß angelegten Katastrophenschutzübung stellten 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade ihr Können an verschiedenen Schauplätzen im Alten Land unter Beweis. Beteiligt waren der DLRG-Wasserrettungszug aus dem...

Blaulicht
Der Wagen des 50-jährigen Buxtehuders überschlug sich | Foto: Polizeiinspektion Stade
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Sekundenschlaf am Steuer
Auto überschlägt sich in Sauensiek, Fahrer schwer verletzt

Sekundenschlaf mit schweren Folgen: Ein 50-jähriger Autofahrer aus Buxtehude ist am Mittwochnachmittag in Sauensiek gegen eine Ampelanlage geprallt und hat sich mit seinem Nissan überschlagen. Der Wagen blieb auf der Fahrerseite liegen. Der schwer verletzte Mann konnte sich nicht selbst befreien. Gegen 16.15 Uhr war der Buxtehuder mit seinem Nissan Qashqai auf der Hauptstraße aus Richtung Beckdorf unterwegs. Nach Angaben der Polizei schlief er offenbar für einen kurzen Moment am Steuer ein und...

Blaulicht

Schläge mit Schlagstöcken und Holzlatten
Neue Erkenntnisse zur Massenschlägerei in Stade

(pau/jd). Blutüberströmte Männer hinter einer Sporthalle, brutale Schläger und ein Großeinsatz der Polizei: An der Berufsbildenden Schule III geriet am vergangenen Wochenende ein Streit beim Freizeitfußball völlig außer Kontrolle. Am Ende gab es mindestens sechs Verletzte, vier von ihnen mussten ins Krankenhaus. Und Stade steht erneut vor der Frage: Warum eskalieren Konflikte in der Hansestadt immer wieder derart heftig? Kurz vor 22 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Zeugen...

Blaulicht

Feuerwehr-Nachwuchs in Oldendorf-Himmelpforten
29 Einsatzkräfte bestehen QS1-Prüfung

Erfolgreicher Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung: 29 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten haben den Kompetenznachweis der Qualifikationsstufe Einsatzfähigkeit (QS1) bestanden. Damit haben sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur voll ausgebildeten Feuerwehreinsatzkraft geschafft. Große Freude bei den Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten: Nach einer mehrwöchigen Ausbildung und einem abschließenden Prüfungstag haben...

jd. Stade. Körperliche und verbale Übergriffe gegen Einsatzkräfte nehmen weiter zu. Vor allem Polizisten werden regelmäßig angepöbelt, beleidigt und bedroht. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen, dass viele Bürger inzwischen jeglichen Respekt vor Amtsträgern in Uniform verloren haben. Im Frühjahr hatte die Stader Staatsanwaltschaft in solchen Fällen die Devise "null Toleranz" ausgegeben. Ganz so konsequent sind die Strafverfolgungsbehörden dann aber doch nicht, wie ein Fall zeigt, der jetzt vor dem Amtsgericht Stade verhandelt wurde. Übelste Beleidigungen gegenüber den Beamten wurden nicht geahndet.

Das war passiert: Gleich zweimal musste die Streife Anfang Juni zu einem handfesten Streit zwischen Bewohnern einer Stader Sozialunterkunft ausrücken. Bei ihrem zweiten Eintreffen machten die Polizisten ihre Ankündigung wahr und nahmen den Angeklagten fest. Dieser ließ sich zunächst widerstandslos Handschellen anlegen, doch "dann drehte er durch", so ein als Zeuge geladener Beamter. Der Täter versuchte dann, einem der Polizisten rückwärts einen Tritt zu versetzen.

Das wertete die Staatsanwaltschaft als versuchte Körperverletzung und tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte. Allein für das Letztere sieht das Strafgesetzbuch eine Mindeststrafe von drei Monaten vor. Doch die Richterin verhängte am Ende nur eine Geldstrafe in Höhe von 700 Euro (70 Tagessätze à 10 Euro). Sie erkannte auf verminderte Schuldfähigkeit. Die Begründung: Der Angeklagte hatte reichlich Alkohol intus (2,1 Promille) und zudem Tabletten eingenommen. Zugunsten des Angeklagten warf die Verteidigerin neben dem übermäßigen Alkoholkonsum psychische Probleme sowie Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen, verbunden mit Klinikaufenthalten in die Waagschale. Auf der anderen Seite: eine Vielzahl an Vorstrafen, darunter immer wieder wegen Beleidigung und Bedrohung. Erst vier Tage vor der jetzt verhandelten Tat war der 35-Jährige wegen Körperverletzung zu einer viermonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Überhaupt nicht bestraft wurde die Vielzahl an Beleidigungen, die der Täter gegen die Beamten ausstieß. "Wir wurden permanent beleidigt", so der Zeuge. Unter anderem sollen die Beamten als "Arschlöcher" und "kleine Würstchen" tituliert worden sein. Diese Beschimpfungen seien nicht zur Anzeige gebracht worden und können daher auch nicht Gegenstand der Verhandlung sein, so die Richterin.
"Wir können Beleidigungen nur auf Antrag verfolgen", erklärt dazu der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Stade, Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas, auf WOCHENBLATT-Anfrage. Doch warum wurde seitens der Polizei keine Anzeige erstattet? Diese Frage stellt sich angesichts einer medienwirksamen Aktion im Frühjahr.

Damals hatten Vertreter von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Landkreis, Polizei und Strafverfolgungsbehörden im Rahmen einer konzertierten Kampagne angekündigt, auch verbale Übergriffe anzuzeigen bzw. zu ahnden. Auch Beleidigungen seien kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwerwiegende Straftat, hieß es damals.
Warum im konkreten Fall keine Anzeige erfolgte, kann sich der Stader Polizeisprecher Rainer Bohmbach nicht erklären. "Die Kollegen sind grundsätzlich dazu angehalten, jede Beleidigung zu melden." Der Angeklagte könne sich freuen, dass bei ihm offenbar ein Auge zugedrückt worden sei. Auch bei der Polizeiinspektion in Winsen gilt eine ähnliche Ansage wie in Stade, so der dortige Sprecher Jan Krüger: "Allerdings liegt es im Ermessen jedes Kollegen, ob er sich wirklich beleidigt fühlt."

Gewalt gegen Polizeibeamte
Eine Statistik über Beleidigungen gegenüber Beamten wird bei der Polizei nicht geführt. Registriert werden aber die Gewaltdelikte, die sich gegen Polizisten richten. Im Landkreis Stade gab es 2018 64 Gewalttaten gegen 147 Beamte, in zehn Fällen wurden gefährliche Gegenstände wie Messer oder Schlagwerkzeuge eingesetzt. Im gleichen Zeitraum wurden im Landkreis Harburg 68 Delikte registriert, bei denen Gewalt gegen Polizeibeamte angewandt wurde. Die Taten reichten von aktivem widerstand bis hin zur schweren Körperverletzung. Die Zahlen für 2019 werden erst im Dezember ausgewertet.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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