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Feuerwehr Wiepenkathen
Zwei Kinder retten Oma: Sechsjährige wählen 112

Feuerwehr und Rettungsdienst sind in Stade gemeinsam im Einsatz — und werden von sehr jungen Ersthelfern vorbildlich unterstützt  | Foto: Feuerwehr 
  • Feuerwehr und Rettungsdienst sind in Stade gemeinsam im Einsatz — und werden von sehr jungen Ersthelfern vorbildlich unterstützt
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Für die Einsatzkräfte war es zunächst ein medizinischer Routineeinsatz – doch das Verhalten von zwei jungen Ersthelfern sorgte bei Feuerwehr und Rettungsdienst für großen Respekt. Bei einem Notfall in der Stader Innenstadt reagierten zwei etwa sechsjährige Jungen vorbildlich und unterstützten die Rettungskräfte mit bemerkenswerter Ruhe und Übersicht.

Die Notfallgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Wiepenkathen war mit dem Einsatzstichwort „Reanimation“ zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert worden. Die speziell geschulten Feuerwehrkräfte, die unter anderem mit einem Defibrillator ausgestattet sind, rückten umgehend zum Einsatzort aus.

Bereits beim Eintreffen wurden die Feuerwehrleute von den beiden Jungen empfangen, die ihnen direkt den Weg zur Wohnung ihrer Großmutter zeigten. Vor Ort stellte sich die Lage glücklicherweise weniger dramatisch dar als zunächst befürchtet. Eine Reanimation musste nicht durchgeführt werden.

Im Gespräch mit den Beteiligten wurde jedoch schnell deutlich, wie umsichtig und richtig die beiden Kinder gehandelt hatten. Als sie bemerkten, dass es ihrer Großmutter schlecht ging, reagierten sie sofort: Einer der Jungen setzte eigenständig den Notruf über die 112 ab, während der andere weitere Angehörige informierte. Anschließend stellte sich eines der Kinder an die Straße, um Feuerwehr und Rettungsdienst einzuweisen.

„Der Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig Brandschutzerziehung und Erste-Hilfe-Ausbildung bereits im frühen Alter sind“, betont Wiepenkathens Ortsbrandmeister Jörg Bastian. Der Feuerwehrchef arbeitet hauptberuflich als Notfallsanitäter beim Deutschen Roten Kreuz.

Die Freiwillige Feuerwehr Wiepenkathen engagiert sich seit Jahren intensiv in der Brandschutzerziehung an Schulen. So betreuen die Brandschützer unter anderem eine eigene Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule im Ort. Dort lernen Kinder spielerisch wichtige Grundlagen zu Brandschutz, Erster Hilfe und dem richtigen Verhalten im Notfall. Auch das korrekte Absetzen eines Notrufs wird regelmäßig geübt.

„Die Kinder können dann in entscheidenden Momenten ruhig handeln, Verantwortung übernehmen und dadurch echte Hilfe leisten“, sagt Bastian. Für das Verhalten der beiden Jungen findet er deutliche Worte: „Ein großes Lob an die beiden jungen Helfer, die zum Zeitpunkt des Notfalls alleine mit ihrer Großmutter waren. Das war eine starke Leistung.“

FAQ: So handelten die Kinder im Notfall richtig Was war passiert? Die Großmutter der beiden Jungen erlitt in der Stader Innenstadt einen medizinischen Notfall. Daraufhin reagierten die Kinder sofort. Wie haben die Kinder geholfen? Ein Junge setzte eigenständig den Notruf 112 ab, während der andere weitere Angehörige informierte. Anschließend halfen sie den Rettungskräften, schnell zur Wohnung zu gelangen. Musste die Feuerwehr reanimieren? Nein. Vor Ort stellte sich die Lage glücklicherweise weniger dramatisch dar als zunächst angenommen. Eine Reanimation war nicht notwendig. Warum lobt die Feuerwehr das Verhalten der Kinder? Die Jungen handelten ruhig, organisiert und verantwortungsvoll – obwohl sie erst etwa sechs Jahre alt sind und in der Situation alleine mit ihrer Großmutter waren. Welche Rolle spielt Brandschutzerziehung dabei? Laut Ortsbrandmeister Jörg Bastian zeigt der Einsatz, wie wichtig frühe Erste-Hilfe- und Brandschutzerziehung an Schulen ist. Kinder lernen dort unter anderem, wie man einen Notruf richtig absetzt. Was sollten Kinder bei einem Notfall tun? Wichtig ist, Ruhe zu bewahren, die 112 anzurufen, den Ort des Geschehens zu nennen und möglichst bei der betroffenen Person zu bleiben, bis Hilfe eintrifft.
Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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