Vertrag manifestiert Ende der schwedischen Herrschaft in Stade
Als die Schweden gingen

Eine historische Kostbarkeit: der Stockholmer Vertrag, der jetzt in Stade ausgestellt ist   Fotos: Staatsarchiv
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  • Eine historische Kostbarkeit: der Stockholmer Vertrag, der jetzt in Stade ausgestellt ist Fotos: Staatsarchiv
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Noch immer erinnern viele Relikte an die Schwedenzeit in Stade - allen voran der als Provianthaus errichtete Schwedenspeicher. Vor 300 Jahren besiegelte ein Vertrag endgültig das Aus für die schwedische Herrschaft über die Region, die de facto bereits ein paar Jahre zuvor schon nicht mehr bestand. Aus Untertanen des Königreichs Schweden wurden Bürger des Kurfürstentums Hannover. Diese beiden Mächte schlossen nach einem verlustreichen Krieg den Stockholmer Frieden. Dieser besonders für unsere Region wichtige Friedensvertrag wird jetzt erstmals für kurze Zeit in Stade ausgestellt. Das herausragende historische Dokument wird bis Freitag, 10. Januar, im Landesarchiv präsentiert.

Die fast 70-jährige Schwedenzeit im Elbe-Weser-Raum fand Anfang des 18. Jahrhunderts ihr Ende im Verlauf der militärischen Auseinandersetzungen während des Großen Nordischen Krieges, in dem Schweden um die Vorherrschaft im Ostseeraum und in Nordeuropa rang. Erst der von der schwedischen Königin Ulrika Eleonore und dem hannoverschen Kurfürsten Georg I. unterzeichnete Frieden von Stockholm sowie ein weiterer Friedensschluss zwei Jahre später sorgten für die von der Bevölkerung lang ersehnte "Ruhe im Norden". Die Menschen in Stade und auch im übrigen Elbe-Weser-Raum litten jahrzehntelang unter den immer wieder aufflackernden Kampfhandlungen und ächzten angesichts hoher Militärausgaben.

Anschaulich geschildert werden diese bewegten Jahre in einem neuen Buch des Niedersächsischen Landesarchivs über die Schwedenzeit, das jetzt im Jubiläumsjahr des Stockholmer Friedens erschienen ist. Die Beiträge in dem vom Landschaftsverband finanziell geförderten Band zeigen auf, wie zerbrechlich die damaligen politischen und militärischen Allianzen waren. Dargestellt werden außerdem die dynastischen Verbindungen und der konfessionelle Einfluss auf die Bündnissysteme im norddeutschen Raum.

• Der Friedensvertrag ist im Lesesaal des Niedersächsischen Staatsarchivs in Stade, Am Staatsarchiv 1, zu sehen. Das Archiv hat montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

• Das Buch ist ab sofort zum Preis von 29,90 Euro im Buchhandel erhältlich: Beate-Christine Fiedler und Christine van den Heuvel (Hg.): Friedensordnung und machtpolitische Rivalitäten. Die schwedischen Besitzungen in Niedersachsen.

Eine historische Kostbarkeit: der Stockholmer Vertrag, der jetzt in Stade ausgestellt ist   Fotos: Staatsarchiv
Die Herausgeberinnen des Buches: Dr. Christine van den Heuvel (li.) und Dr. Beate-Christine Fiedler

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