Artenschutz im Landkreis Stade
Bauhöfe lernen Pflege von Wildblumenwiesen
- Das Bauhof-Training ist Teil des Projekts „Mehr Arten im Garten“ des BUND Niedersachsen
- Foto: Stadt Buxtehude
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Blühende Wildblumenwiesen sind nicht nur ein Blickfang, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Arten und Klimaschutz. Um dieses Potenzial besser zu nutzen, hat der BUND Niedersachsen gemeinsam mit dem Verein Natur Garten e. V. Mitarbeitende mehrerer Bauhöfe im Landkreis Stade geschult.
15 Fachkräfte aus Stade, Buxtehude, Horneburg und Oldendorf Himmelpforten nahmen an der praxisnahen Fortbildung teil. Vor Ort besichtigten sie artenreiche Wiesen und Staudenbeete und lernten, wie diese fachgerecht gepflegt und langfristig erhalten werden können. Die Schulung ist Teil eines anderthalbjährigen Trainings, dessen erstes Jahr bereits abgeschlossen ist.
Sabine Washof vom BUND Niedersachsen betonte, dass naturnahe Grünflächen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität sowie zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Gleichzeitig sei deren Pflege auch für kommunale Bauhöfe gut umsetzbar.
In Buxtehude und Stade konnten die Teilnehmenden konkrete Beispiele besichtigen, darunter Flächen am Stadeum, am Garnisonsfriedhof, in der Giselbertstraße sowie am Mühlenteich. Vertreter der Städte zeigten, wie sich Artenvielfalt und Klimaschutz im öffentlichen Raum erfolgreich umsetzen lassen.
Das Training ist Teil des Projekts „Mehr Arten im Garten“, das insbesondere heimische, mehrjährige Pflanzen fördert. Diese bieten Insekten einen nachhaltigen Lebensraum und unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Blühflächen mit oft kurzlebigen Pflanzen.
Das Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung unterstützt und soll auch künftig Kommunen dazu anregen, naturnahe Flächen stärker zu entwickeln.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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