Hilfe für Naturdenkmal
Die Retter der Bäume griffen in Stade zur Säge

 Die Baumpfleger Robert Wolff (v.li.), Marco Eickhoff, Jeremie Thomas und Johannes Neuhaus sorgten dafür, dass es der 170 Jahre alten Rosskastanie hinter dem Stader Rathaus auch weiterhin gut geht
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  • Die Baumpfleger Robert Wolff (v.li.), Marco Eickhoff, Jeremie Thomas und Johannes Neuhaus sorgten dafür, dass es der 170 Jahre alten Rosskastanie hinter dem Stader Rathaus auch weiterhin gut geht
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jab. Stade. Ein lautes "Achtung!" schallt durch die Gasse "Hinterm Hagedorn" in Stade, begleitet von Motorengeräuschen. Immer wieder sind die Rufe zu hören, gefolgt von einem Knall. Wer hier um die Ecke schaute, konnte einem besonderen Spektakel beiwohnen. Denn hier waren die Baumpfleger in der Krone unterwegs.

In Windeseile ist Robert Wolff in die Krone geklettert
  • In Windeseile ist Robert Wolff in die Krone geklettert
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Wie die Haare eines Menschen benötigen auch Bäume hin und wieder einen Pflegeschnitt. Robert Wolff aus Hamburg sorgt mit seinem Team dafür, dass es der Weißen Rosskastanie hinter dem Stader Rathaus auch weiterhin gut geht. Rund 170 Jahre alt ist der Baum und seit 1954 als Naturdenkmal ausgezeichnet. Ein Grund mehr, sich gut um ihn zu kümmern.

Nach einer ersten Einschätzung eines Baumkontrolleurs wurden die Maßnahmen für die Kastanie festgelegt. Das Totholz muss aus der Krone entfernt werden. Das können die Arbeiter in diesem Fall mit einer Handsäge bewerkstelligen. "Die Äste, die wir entnehmen, sind maximal zehn Zentimeter dick", erklärt Wolff. Dadurch bleibe nur eine kleine Wunde zurück. Die Gefahr von Fäule sei so reduziert.

Mit einer Handsäge entfernt Johannes Neuhaus das Totholz und überstehende Äste Foto: jab
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Arbeiten in der Baumkrone

Wolff und sein Kollege Jeremie Thomas sind als Baumkletterer in der Krone unterwegs. Johannes "Jojo" Neuhaus steht im Korb und sägt die Äste zur Straßenseite ab. Denn zu Wohnhäusern, aber auch zum Rathaus soll der Baum ausreichend Abstand haben. Marco Eickhoff steht unten und sichert den Bereich ab. Dabei behält er stets den Verkehr und die herabfallenden Äste im Auge.

Abschließend befestigen die Baumpfleger noch eine Halterung, um die Äste des ca. 22 Meter hohen Baumes zu stützen, und verarbeiten das Holz unter Getöse mit dem Häcksler zu "Hackschnitzel".

"Alles lief tipptopp", sagt Wolff. Schließlich seien sie ein super Team. Die anstrengende Arbeit und die Kälte ist den Männern aber doch anzusehen. Daher wird erst einmal Pause im warmen Auto gemacht, bevor es weiter zu den nächsten Bäumen geht - einer im Park an der Schiffertorsstraße und einer am Finanzamt. "Das ist ein Schmuckstück, den habe ich extra für den Schluss aufbewahrt", sagt Wolff.

Schnell noch die Bäume schneiden

Bis Ende Februar haben Gartenfreunde noch Zeit, um ihre Gehölze in Form zu schneiden. Jetzt, wo die Temperaturen langsam wieder steigen, ist die ideale Zeit dazu. Verjüngen oder gar auf den Stock setzen: Geschnitten wird, wie es die Pflanze benötigt.

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Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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