Ein stürmisches Jahr für die Horneburger Feuerwehren

Die Gründung der ersten Kinderfeuerwehr in der Samtgemeinde freut die 
Feuerwehrmitglieder
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lt. Horneburg. Auf ein extrem arbeitsreiches Jahr blicken die Feuerwehren in der Samtgemeinde Horneburg zurück. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung, an der in der vergangenen Woche rund 150 Gäste teilnahmen, berichtete Gemeindebrandmeister Torben Schulze u.a. von den Sturmeinsätzen, die die freiwilligen Helfer im Herbst in Atem hielten.
Mehr als 300 Stunden leisteten die Mitglieder der Fachgruppe "Bahnerdung" aus Horneburg und Dollern. In 23 Fällen mussten fast ausschließlich Sturmschäden beseitigt werden, die durch herab fallende Bäume verursacht worden waren. Da die Einsätze meistens morgens und an Arbeitstagen stattfanden, mussten sich die Ehrenamtlichen von ihren Arbeitgebern freigestellt werden.
Insgesamt rückten die Feuerwehren aus Agathenburg, Bliedersdorf, Dollern, Horneburg und Nottensdorf 33 Mal zu Feuern aus und leisteten 123 Mal technische Hilfe. Nicht jeder Feueralarm bedeute aber, dass es auch einen Brand zu löschen gebe, betont Jan Lehmkau von der Horneburger Feuerwehr. In den vergangenen zwei Jahren habe es vermehrt Fehlalarme von Brandmeldeanalgen gegeben, u.a. im neuen Seniorenhaus in Horneburg.
Immer mehr zur Routine werden die Einsätze der Notfallgruppe, so Lehmkau. In 25 Fällen leisteten die rund 80 speziell dafür ausgebildeten Feuerwehrleute Erste Hilfe bei medizinischen Notfällen. In einem Drittel der Fälle kam der Defibrillator zum Einsatz. Damit die Notfallgruppe weiter wachsen kann, soll es bald ein weiteres Kursangebot geben.
Die Feuerwehr sei insgesamt gut aufgestellt, einen Mitgliederschwund gebe es nicht zu verzeichnen, so der Gemeindebrandmeister. Zur Zeit sind 212 Mitglieder aktiv, davon 22 Frauen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 36 Jahren. In der Jugendfeuerwehr sind derzeit 53 Mädchen und Jungen aktiv.
Ein großer Erfolg sei die Einführung der ersten Kinderfeuerwehr in der Samtgemeinde. Wie berichtet, gibt es seit August 2017 in Zusammenarbeit mit der Grundschule Dollern/Agathenburg sowie mit dem DRK-Kindergarten Dollern die Möglichkeit für Grundschüler ab der ersten Klasse, in die Feuerwehrarbeit hinein zu schnuppern.
Übrigens: Die Ortsfeuerwehr Horneburg wünscht sich ein neues Feuerwehrgerätehaus am Festplatz. Nach langer Diskussion sei man zu dem Entschluss gekommen, dass der Standort besser geeignet sei als der in der Ortsmitte, da es auf dem größeren Grundstück am Festplatz mehr Entwicklungsmöglichkeiten gebe, so Jan Lehmkau. Die endgültige Entscheidung über den Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus trifft aber der Samtgemeinderat.
Folgende Mitglieder wurden befördert und geehrt: Manual Buuck und Nils Bründel (ernannt zum Oberbrandmeister), Klaus Labes aus Horneburg und Dierk Tiedemann aus Agathenburg (40 Jahre Mitgliedschaft), Dietmar Dalchau aus Horneburg (Feuerwehrehrenzeichen am Bande) und Jürgen Fritz aus Agathenburg (ernannt zum Ehrenortsbrandmeister).

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