"Immer konstruktive Lösungen gefunden"

Karikatur zum Abschied (v. li.): der ärztliche Direktor Dr. Benno Stinner, Urologie-Chef Dr. Christoph Gehring und Klinik-Geschäftsführer Siegfried Ristau
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  • Karikatur zum Abschied (v. li.): der ärztliche Direktor Dr. Benno Stinner, Urologie-Chef Dr. Christoph Gehring und Klinik-Geschäftsführer Siegfried Ristau
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Chefarzt der Urologie am Elbe Klinikum geht in den Ruhestand / Oberarzt Dr. Sven Laabs wird Nachfolger

tp. Stade. Dr. Christoph Gehring (65) war 22 Jahre Chefarzt der Urologie und Kinder-Urologie am Elbe-Klinikum in Stade. Im Rahmen einer Feierstunde wurde der verdiente Mediziner jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist der bisherige Urologie-Oberarzt Dr. Sven Laabs.
Gehring wurde in Freiburg im Breisgau geboren und wuchs in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn auf. Nach dem Medizinstudium war Gehring ab Mitte der 1970er Jahre zunächst Oberstabsarzt der Reserve. Seine Facharztausbildung absolvierte er im Waldkrankenhaus in Bad Godesberg bei Bonn. Im Januar 1993 wurde er Chefarzt in Stade.

Am Stader Elbe Klinikum schob Gehring mit seinem Nachfolger Dr. Sven Laabs den Aufbau des Prostata-Zentrums an. Das Zentrum bietet Prostata-Patienten aus dem gesamten Elbe-Weser-Raum eine Versorgung auf hohem medizinischen Niveau.
In seiner Abschiedsrede charakterisierte der Geschäftsführer der Elbe-Kliniken, Siegfried Ristau, Dr. Gehring als "Mann mit Ecken und Kanten", der kein "Null­acht­fünf­zehn-Typ", humorvoll und verlässlich sei und immer konstruktive Lösungen gefunden habe.

Als Klinik-Aufsichtsrats-Chef lobte Landrat Michael Roesberg Dr. Gehring für seinen starken medizinischen Ehrgeiz. Gehring habe die Stader Urologie-Abteilung "immer auf dem neuesten Stand" gehalten.

Eines von Gehrings spektakulärsten Projekten war die Präsentation einer riesigen begehbaren Prostata. Das Modell wurde unter anderem auf der Messe "Stade aktuell" im Jahr 2013 im Stadeum gezeigt. Tausende Messebesucher "spazierten" in das Modell hinein und ließen sich die Funktion des Organs von Dr. Gehring erklären.

Gehring, der übrigens immer noch mit dem Bonner Autokennzeichen unterwegs ist, kehrt in seine Heimatstadt zurück. Der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern und Großvater möchte im Ruhestand mehr Zeit mit der Familie verbringen. Seinen reichen medizinischen Erfahrungsschatz wird der Urologe an Studenten weitergeben. Gehring hat einen Posten als Universitätsdozent.

Als Abschiedsgeschenk erhielt Dr. Christoph Gehring eine von seinen Kollegen unterschriebene Karikatur einer Urologie-Szene aus dem OP-Saal, einige Flaschen guten Wein und einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende im Allgäu.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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