Stader Schüler holten mehrere Preise beim Wettbewerb "Jugend forscht"
Ingenieure von morgen

Sie holten mit ihren sechsbeinigen Robotern einen ersten Platz (v.li.): Hannes Wulle, Raphael Hauel und Tristan Wieczorek
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  • Sie holten mit ihren sechsbeinigen Robotern einen ersten Platz (v.li.): Hannes Wulle, Raphael Hauel und Tristan Wieczorek
  • Foto: Athenaeum Stade
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jd. Stade. Sie sind Tüftler, Forscher und Entdecker - und sie werden die Ingenieure von morgen sein: Schüler des Stader Athenaeums sowie der IGS Stade beteiligten sich am Bezirksentscheid des Wettbewerbs "Jugend forscht" in Lüneburg. Die Schüler aus der Hansestadt, von denen viele im Team arbeiteten, traten mit 18 Projekten an und heimsten mehrere Preise ein. Ein Team belegte sogar den ersten Platz und zog damit das Ticket für die Teilnahme am Landesentscheid.

Die Leistungen der Athe- und IGS-Schüler können sich sehen lassen. Stünde an allen Schulen eine solche Generation von Nachwuchs-Wissenschaftlern in den Startlöchern, bräuchte man sich keine Sorgen um Deutschlands Zukunft als Standort von Forschung und Innovation zu machen. Die Gymnasiasten beeindruckten die Juroren mit ihren Experimenten, Versuchsmodellen und Prototypen.
Das WOCHENBLATT möchte das Engagement der Schüler würdigen und sagt: "Das habt ihr toll gemacht. Weiter so!"
Das sind die stolzen Preisträger und ihre Projekte:

• Ein Techniker-Trio, bestehend aus Hannes Wulle, Raphael Hauel und Tristan Wieczorek (alle 10. Jahrgang), baute einen sechsbeinigen Roboter. Zum Einsatz kamen dabei ein 3D-Drucker und eine computergesteuerte Fräse. Als "Muskeln" dienten Elektromotoren und als "Gehirn" wurde ein Mikrocomputer eingesetzt. Die Jury lobte das hervorragende Zusammenspiel der Komponenten und den überzeugenden Funktionstest. Das Team erhielt den ersten Preis im Fachgebiet Technik.

• Das jüngste erfolgreiche Forscherteam bildeten Emma Larsen und Lisa Moje. Die beiden Zehnjährigen wurden für ihre Arbeit "Hamsterpower - Stromerzeugung mit dem Hamsterrad" gelobt. Die Jury würdigte ihr großes Engagement sowie ihre "sehr guten" Ansätze für wissenschaftliches Arbeiten. Sie erhielten den zweiten Preis im Bereich Arbeitswelt.

• Die kosmische Ausdehnung des Weltalls hat Ole Rademacker (12. Klasse) untersucht. Er verwendete als Grundlage die sogenannte Hubble-Konstante. Demnach soll sich das Weltall aufgrund von Gravitation nach einem bestimmten Parameter ausdehnen, der zeitabhängig ist. Ole erkannte aber, dass dieser Parameter gar nicht konstant ist. Er hat diesen Sachverhalt mittels komplexer Berechnungen verdeutlicht. Für seine hervorragende Darstellung des Themas erhielt er den zweiten Preis im Fachgebiet Physik.

• Ebenfalls Zweitplatzierte im Fachgebiet Physik wurde Lucija Perovic (11. Klasse). Sie befasste sich auch mit dem Weltall und untersuchte die extrem schnelle Ausdehnung des frühen Universums, ein Rätsel der Kosmologie. Lucija fand ein Erklärungsmodell auf Basis der Quantengravitation. Ihre Arbeit wurde als innovativ und anspruchsvoll bewertet.

• Die Verteilung von Feinstaub in Abhängigkeit von der Höhe war Gegenstand der Untersuchungen von Laurie Heeren und Paul Sawitzki (beide 10. Klasse). Dafür setzten sie eine Drohne und einen speziellen Sensor ein. Das Messverfahren stelle eine leistungsfähige Basis für zukünftige Forschungen dar, so die Bewertung der Jury, die zudem das systematische Vorgehen lobte. Laurie und Paul erhielten den dritten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

• "Pacman" ist der Klassiker schlechthin bei den Computerspielen. Jeremy Neumann steigerte die Spielfreude, indem die Punkte jetzt energiesparend gesammelt werden. Der Sechstklässler programmierte eine Pacman-Variante, die fast eine Lernsoftware ist. Die Jury war besonders von der authentischen Grafik angetan. Jeremy holte sich den dritten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

• Dem Ostbau im Alten Land kommt das Projekt von Philipp Schöneberg (9. Klasse) zugute: Er entwickelte ein funktionsfähiges Modell, dass autonom die Wurzeln von Spalierobst schneiden kann. Die Jury lobte den sehr gut realisierbaren Ansatz und den regionalen Bezug. Philipp gewann den dritten Preis im Fachgebiet Technik.

• Beim Projekt "naturfreundlich aufladen" von Elias Raddatz und Finn Benz sagt bereits der Titel, worum es geht. Mit Hilfe von Solarmodulen wird der Motor eines Modellflugzeugs angetrieben. Für den Bau des Prototyps gab es den dritten Preis in der Rubrik Arbeitswelt.

• Einen Sonderpreis erhielten Philipp Hinsch und Lasse Elsen für ihr interaktives Stader Stadtmodell für Blinde. Die Jury hob an diesem Projekt insbesondere den Inklusionsgedanken hervor.

All diese jungen Talente würden womöglich gar nicht gefördert, wenn es Hans-Otto Carmesin nicht gäbe. Der Athe-Lehrer betreut seit vielen Jahren die Projekte von "Jugend forscht" an seiner Schule. Für sein vorbildliches Engagement erhielt Carmesin einen Sonderpreis.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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