Thema Hygiene: Elbe Kliniken richteten Tagung aus und erhielten Auszeichnung
Kampf den Killerkeimen

Das Hygiene-Team der Elbe Kliniken unter der Leitung von Claudia Rösing (re.) freut sich über die höchste Auszeichnung in der Händehygiene Foto: Daniel Hajduk
  • Das Hygiene-Team der Elbe Kliniken unter der Leitung von Claudia Rösing (re.) freut sich über die höchste Auszeichnung in der Händehygiene Foto: Daniel Hajduk
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jd. Stade. Multiresistente Keime sind auf dem Vormarsch. Beim Kampf gegen die gefährlichen Erreger spielt die Vorbeugung eine wichtige Rolle. Daher ist das Thema Hygiene für das Elbe Klinikum Stade von großer Bedeutung. Das Krankenhaus hat jetzt zum ersten Mal ein Hygieneforum ausgerichtet. Mehr als 130 Mediziner und Pflegekräfte nahmen teil, um sich von Experten über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu Hygienefragen zu informieren. Außerdem durften sich die Hygiene-Verantwortlichen des Stader Krankenhauses über eine besondere Auszeichnung freuen: Das Elbe Klinikum erhielt das Goldzertifikat der "Aktion Saubere Hände".

„Hygiene ist ein Dauerthema, das stets eine hohe Priorität im medizinischen Bereich haben muss“, erklärt Claudia Rösing, Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin der Elbe Kliniken. Zweck des Stader Hygieneforums sei es vor allem, aufzuklären und zu schulen. Den Hauptvortrag hielt der Bonner Hygiene-Experte Prof. Martin Exner. Er sieht hierzulande durchaus Handlungsbedarf: "Deutschland bewegt sich im hygienischen Mittelfeld in Europa", so sein Fazit.

Der Fachmann sieht hier auch die Kommunen gefordert: "Selbst im Abwasser befinden sich multiresistente Keime. Die meisten Kläranlagen sind nicht in der Lage, diese Keime herauszufiltern." Die Verbreitung dieser Bakterien, gegen die die meisten gängigen Antibiotika bereits wirkungslos sind, wird laut Exner noch durch die Unsitte gefördert, Medikamente in der Toilette statt über den Restmüll zu entsorgen. Noch sei die Konzentration der Keime relativ gering und in den meisten Fällen unbedenklich.

Auszeichnung in Gold
Eine äußerst wichtige Rolle bei der Hygiene spielt in einem Krankenhaus die Desinfektion der Hände. Hier kann das Elbe Klinikum Stade den höchsten Standard vorweisen. Mit dem Goldzertifikat der „Aktion Saubere Hände“ erhielt das Krankenhaus die höchste Auszeichnung, die es in diesem Bereich gibt. Damit zählt das Elbe Klinikum im Bereich der Händehygiene zu den neun Top-Krankenhäusern in Niedersachsen. Der Standort Buxtehude hat zurzeit noch das Zertifikat in Silber, ist aber auf dem besten Weg, auch Gold zu erringen.

Einen Schwerpunkt der Zertifizierung, die über mehrere Jahre lief, bildete die intensive Mitarbeiterschulung zum Thema Händehygiene. Zudem wurden die Pflegekräfte und Ärzte bei der Durchführung der täglichen Arbeit begleitet, wobei die Händehygiene beobachtet und dokumentiert wurde. „Der Anforderungskatalog für diese hohe Auszeichnung ist enorm. Gleichzeitig hat die Händehygiene eine wichtige Bedeutung, um Keimen so gut wie keine Chance zu geben. Ich bin stolz auf das gesamte Team, dass wir diese Qualität nun bestätigt bekommen haben", so Hygiene-Fachärztin Claudia Rösing.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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