Schüler aus Stade zaubert fantastische Landschaften auf die Leinwand
Kunst aus der Spraydose

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jd. Stade. Statt zum Pinsel greift er zur Spraydose: Mit gekonnt angesetzten Sprühstößen lässt Hendrik Elsen kleine Kunstwerke entstehen. Der 16-jährige Gymnasiast aus Stade malt Bilder - aber eben nicht auf klassische Weise, sondern mit einer Methode, die der "Street Art" entlehnt ist. Die "Spray Can" ist dabei Hendriks wichtigstes Werkzeug. Mit der Farbdüse bringt er Landschaften auf die Leinwand, die aus Fantasyfilmen stammen könnten. Seine Bilder entführen den Betrachter in fantastische Welten, geheimnisvolle Gefilde und verwunschene Hemispähren. Jetzt konnte Hendrik seine Bilder erstmals in einer Ausstellung in Hamburg präsentieren.
Auch in Stade werden die Werke des jungen Hobbykünstlers zu sehen sein. Bis dahin muss man sich allerdings noch etwas gedulden: Im Februar 2020 werden Hendriks Bilder einen Monat lang im Foyer der Elbe Kliniken hängen.Der Zehntklässler besucht ab dem kommenden Schuljahr die Oberstufe. Die Kurswahlen dafür hat er bereits absolviert. "Kunst habe ich abgewählt", sagt Hendrik. "Der Kunstunterricht an der Schule ist nicht so mein Ding." Das sei meist viel zu theoretisch. Hendrik will sich bei der Gestaltung seiner Motive keiner Norm unterwerfen und möchte einfach nur Spaß an der Kunst haben.

Begonnen hat alles mit einem Schottland-Urlaub vor zwei Jahren. In Edinburgh begegnete Hendrik einem Straßenkünstler, der seine Arbeiten zum Verkauf anbot. Hendrik blieb fasziniert stehen und schaute gebannt zu, wie der Mann surreale Landschaften wie aus dem Nichts erschuf. Der Schüler kaufte eines der Bilder und überlegte sich ein paar Wochen später: "Das versuchst du jetzt auch."

Anhand von Youtube-Videos machte sich Hendrik mit der Technik des "Spray Paint Art", der Kunst des Malens mit der Sprühdose, vertraut. Die ersten künstlerischen Gehversuche fielen eher bescheiden aus, aber mittels "Learning by Doing" verbesserte Hendrik mit jedem Bild seine künstlerischen Fertigkeiten. "Ich habe viel experimentiert und meine Maltechniken verfeinert", so der Sprühkünstler. "Als Nächstes möchte ich ausprobieren, Landschaften realistischer zu gestalten, den Schattenwurf ausdrucksvoller hinzubekommen und Strukturen deutlicher herauszuarbeiten."

Um einem Bild Ausdruck zu geben, reicht es nicht, bloß auf den Sprühknopf zu drücken. Zum Einsatz kommen beispielsweise alte Zeitungen, Plastiktüten oder Kunststofffolien, die zerknüllt auf die frische Farbe gedrückt werden. "Damit kann ich die verschiedensten Strukturen erzeugen, etwa für Felsen oder Bäume", erläutert Hendrik. Anders als bei der klassischen Malweise wird nicht erst der Hintergrund gemalt, auf den dann die Objekte im Vordergrund aufgetragen werden.

Bei Hendrik geht es andersherum: Durch das Wegnehmen der aufgesprühten Farbe mittels eines Spachtels oder Cuttermessers arbeitet er Gegenstände auf dem Bild heraus. "Die Verwendung solcher Gerätschaften macht den Unterschied zu konventionellen Graffiti aus", so der Sprühkünstler. Dennoch bleibt die Spraydose das wichtigste Utensil. Rund 60 Dosen hat Hendrik in Gebrauch, um damit die unterschiedlichsten Farbnuancen auftragen zu können. Die Dosen sind nicht günstig. Sein Hobby finanziert sich der Schüler mit dem Verkauf von Bilden und dem Austragen des WOCHENBLATT.

• Wer Interesse an einem Bild hat, kann sich direkt an Hendrik wenden (( 04141 - 600264 oder 0171 - 7013018).

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