Streusalz-Verbrauch doppelt so hoch
Landkreis Stade beendet die Winterdienst-Saison
- Im vergangenen Winter mussten die Streufahrzeuge des Landkreises Stade bsonders häufig ausrücken
- Foto: LK Stade/KI-generiert
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Nachdem offiziell die Spargelsaison eingeläutet worden ist und die ersten Stangen auf den Feldern gestochen werden, endet im Landkreis Stade ein anderes Kapitel: Die Winterdienst-Saison ist abgeschlossen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Frühling Einzug hält – auch wenn Autofahrer sich noch nicht zu früh in Sicherheit wiegen sollten.
Denn trotz milder Tage bleibt es in den Nächten weiterhin empfindlich kalt. Die Temperaturen bewegen sich noch im einstelligen Bereich und können schnell wieder unter den Gefrierpunkt rutschen. Glatte Straßen am frühen Morgen sind also auch in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen. Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai kann man in Norddeutschland einigermaßen sicher sein, dass Nachtfröste ausbleiben.
Außergewöhnlich arbeitsreicher Winter
Für die Mitarbeiter der beiden Stader Kreisstraßenmeistereien geht damit besonders intensive Saison zu Ende. Bereits seit einigen Wochen mussten die Einsatzkräfte zwar nicht mehr ausrücken – doch vor allem rund um den Jahreswechsel und in den Wochen danach hatten sie alle Hände voll zu tun. Denn der Winter 2025/2026 war im Landkreis Stade ungewöhnlich streng. Langanhaltender Frost und reichlich Schnee sorgten dafür, dass die Einsatzkräfte deutlich häufiger unterwegs waren als in den Vorjahren. Insgesamt leisteten die Straßenmeistereien in Bliedersdorf und am Stützpunkt Drochtersen rund 1.600 Stunden Winterdienst – üblich sind etwa 1.000 Stunden.
Auch beim Materialverbrauch zeigen sich die Auswirkungen des strengen Winters: Rund 1.600 Tonnen Streusalz und etwa 400.000 Liter Lauge wurden benötigt, um die ca. 380 Kilometer Kreisstraßen und 270 Kilometer Radwege sicher zu halten. Das entspricht mehr als dem Doppelten eines durchschnittlichen Winters.
Einsatz rund um die Uhr
Trotz der hohen Belastung lief der Winterdienst reibungslos. „Die Kollegen haben großen Einsatz gezeigt“, wird Sebastian Robohm, Leiter der Straßenmeisterei Bliedersdorf, zitiert. Auch die Werkstätten hätten mit schnellen Reparaturen dazu beigetragen, dass die Streufahrzeuge jederzeit einsatzbereit waren. Sein Kollege Steven Tiedemann vom Standort Drochtersen betont zudem die gute Planung: Engpässe bei den Streusalz-Lieferungen habe es nicht gegeben, man sei jederzeit handlungsfähig gewesen.
Arbeit geht weiter
Mit dem Ende des Winterdienstes können die Straßenwärter aber nicht die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil: Der Frost hat Spuren hinterlassen. Schlaglöcher und Straßenschäden werden derzeit ausgebessert – zunächst mit Kaltasphalt, später auch mit größeren Reparaturen, sobald die Temperaturen es zulassen.
Parallel laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Saison. Die Salzlager werden wieder aufgefüllt, erste Vorräte sind bereits eingelagert, und die Technik wird gewartet.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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