Moor-Netzwerk entwickelt neue Nutzungskonzepte
Projekt fördert Moor-Wiedervernässung im Elbe-Weser-Raum
- Welf Quassowsky ist jetzt Leiter des "Netzwerkes Moorpflege und Moorbewirtschaftung Elbe-Weser". Ziel des Projektes ist u.a. die Wiedervernässung von Mooren
- Foto: Christian C. Schmidt/LK Stade/W.Q.
- hochgeladen von Jörg Dammann
Die Landschaft zwischen Elbe und Weser war über Jahrhunderte von Mooren geprägt. Mit der zunehmenden Besiedlung der Region wurden die Moorflächen immer weiter zurückgedrängt. Torfabbau und Landwirtschaft führten dazu, dass es heute nur noch ein Bruchteil der früheren Moore übrig sind. Umso wichtiger ist es, diese wertvollen Restflächen zu erhalten und in Zeiten des Klimawandels vor dem Austrocknen zu bewahren. Hier setzt in der Region ein wichtiges Projekt an: Das „Netzwerk Moorpflege und Moorbewirtschaftung Elbe-Weser“ verfolgt das Ziel, die Wiedervernässung von Mooren zu unterstützen, um die Treibhausgasemissionen zu senken und die Artenvielfalt zu fördern. Anfang des Jahres hat Welf Quassowsky die Leitung übernommen.
Neue Chancen für die Landwirte
Der aus Steinau (Landkreis Cuxhaven) stammende Agrarwissenschaftler bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der landwirtschaftlichen Beratung mit. Er will es sich zur Aufgabe machen, innovative Ansätze für die nachhaltige Nutzung von Mooren voranzutreiben. Dazu zählen insbesondere nachhaltige Lösungen für die landwirtschaftliche Nutzung von sogenanntem Nassgrünland und die Verwertung der dort wachsenden Gräser. "Die Wiedervernässung von Mooren eröffnet neben dem Klimaschutz auch Chancen für alternative Nutzungskonzepte und somit auch neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für die dortigen Landwirte", erklärt Quassowsky. "Unser Ziel ist es, den ländlichen Raum zu stärken und Landwirtinnen und Landwirten neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen."
Förderung durch das Land
Das Netzwerk umfasst die Landkreise Cuxhaven, Stade, Osterholz und Rotenburg. Das Land bezuschusst das Projekt im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsregionen in Niedersachsen" mit 351.000 Euro. Durch verschiedene Maßnahmen soll das Projekt die Bedeutung und die Nutzungsmöglichkeiten von Mooren hervorheben. Dazu gehören der Aufbau einer digitalen Plattform zum Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie Veranstaltungen wie Feldtage und Workshops, um neue Nutzungsmöglichkeiten praxisnah vorzustellen. Projektstart war im November 2024. Mit dem Moor-Netzwerk wird eine Grundlage geschaffen, um Klimaschutz und alternative Wertschöpfung im ländlichen Raum zu vereinen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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