Rückwärtsfahrverbot für Müllfahrzeuge: Anwohner in Dollern sind auf Zinne

Sind verärgert: Sita Müller (v.li.), Robert Obendörfer, Günter
 Stenzel, Susanne Bösch und Ralf Dittmer
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    Stenzel, Susanne Bösch und Ralf Dittmer
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lt. Dollern. Das von der Berufsgenossenschaft Verkehr verhängte Rückwärtsfahrverbot für Müllfahrzeuge, auf das sich der Landkreis Stade und das Recycling Zentrum Stade berufen, hat für viele Bürger Auswirkungen. Auch acht Parteien aus dem Issendorfer Weg in Dollern sind betroffen.
Weil das Müllfahrzeug nicht mehr in ihre kleine Sackgasse hinein fährt, müssen Günter Stenzel und seine Nachbarn ihre Mülltonnen und auch den Sperrmüll seit dem Frühjahr rund 100 Meter rollen, bzw. schleppen.
Was die Nachbarn richtig ärgert: Es reicht nicht aus, den Müll einfach ans Ende der Sackgasse zu stellen. Die Müllabfuhr nimmt den Abfall nur mit, wenn die Tonnen auf einem Gemeindegrundstück stehen, das noch einmal mehrere Meter weiter entfernt liegt.
"Uns wurde vorgeworfen, dass wir unseren Müll illegal auf einem Privatgrundstück abladen", sagt Stenzel. Man hatte sich bereits damit abgefunden, die Tonnen an die Hauptstraße zu rollen. Dass nun nicht einmal mehr das ausreicht, ist für die Nachbarn nicht nachvollziehbar.
Genauso wie die Berufung auf das Rückwärtsfahrverbot an sich. Denn das Müllfahrzeug müsse in jedem Fall rückwärts fahren, um andere Tonnen am Issendorfer Weg zu erreichen. "Die Müllabfuhr ist ein Dienstleister und wir zahlen brav unsere Gebühren, obwohl die Leistungen immer weiter eingeschränkt werden", so Stenzel.
Wie berichtet, reagiert die für die Müllentsorgung zuständige Karl Meyer-Gruppe mit dem Rückwärtsfahrverbot auf diverse teilweise tödliche Unfälle, die sich bundesweit ereignet haben, als Müllfahrzeuge rückwärts fuhren. Zum aktuellen Fall in Dollern sagt Pressesprecher Lars Koch von der Karl Meyer-Gruppe auf WOCHENBLATT-Nachfrage: "An der Situation der Betroffenen in der Sackgasse können wir nichts ändern. Wir überprüfen nun aber gemeinsam mit dem Landkreis, ob das Müllfahrzeug die anderen Tonnen aus dem Issendorfer Weg weiter abholen kann, oder ob hierfür auch eine andere Lösung gefunden werden muss".

Autor:

Lena Stehr

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