Sprungbrett in die Freiheit

Landrat Michael Roesberg mit der Ausstellungs-Kuratorin Annette Schiffmann (v. li.), Frauenhaus-Leiterin Silvia Steffens und Andrea Buskotte vom Landespräventionsrat
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  • Landrat Michael Roesberg mit der Ausstellungs-Kuratorin Annette Schiffmann (v. li.), Frauenhaus-Leiterin Silvia Steffens und Andrea Buskotte vom Landespräventionsrat
  • Foto: Landkreis Stade Christian Schmidt
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25 Jahre Frauenhaus in Stade / Lob für vorbildliche Arbeit / Ausstellung „Die Hälfte des Himmels"

tp. Stade. Es gilt als Sprungbrett in die Freiheit für Frauen und ihre Kinder, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden: das Frauenhaus in Stade. Seit 25 Jahren gibt es diese wichtige Einrichtung. In einer Feierstunde in der vergangenen Woche im Schleusenhaus des Stader Kunstvereins würdigte Landrat Michael Roesberg die "qualitativ hochwertige Arbeit", die das Frauenhaus-Team leistet. Anlässlich des Jubiläums wird im Schleusenhaus die Ausstellung "Die Hälfte des Himmels - 99 Frauen und Du“ gezeigt.

Bereits 1979 gab es in Stade eine erste Initiative für ein Frauenhaus, das dann bis 1984 vom Verein „Frauen helfen Frauen“ betrieben wurde. 1988 richteten der Landkreis als Träger und die Stadt eine Zufluchtsstätte für körperlich und seelisch misshandelte Frauen und Kinder ein. Zunächst war das Frauenhaus am Wilhadikirchhof untergebracht, bis es 2008 in besser ausgestattete Räume umzog. Die Adresse wird zum Schutz der Betreuten nicht veröffentlicht.

Heute stehen der Diplom-Sozialpädagogin Silvia Steffens, die das Frauenhaus seit 2002 leitet, Jana Ropers und Anja Dienst zur Seite.

In den vergangen 25 Jahren haben 823 Frauen mit ihren Kindern im Frauenhaus Schutz gefunden. Im Jahr 2012 wurden dort 46 Frauen und 49 Kinder betreut.
Die Betreuerinnen führten zusätzlich 173 Beratungsgespräche. „Diese Hilfe bleibt eine wichtige Aufgabe“, betonte Landrat Roesberg.

Flankiert wird die Arbeit des Frauenhauses nicht nur durch privates Engagement. So wurde seit 2006 das Netz für misshandelte und von Gewalt betroffene Frauen auch von öffentlicher Seite ausgebaut. Dazu gehören die regionalen Beratungs- und Interventionsstellen (BISS). Auch das neue Gewaltschutzgesetz bietet Frauen mehr Möglichkeiten, Wege aus einer von Gewalt geprägten Beziehung zu finden.

In ihren Grußworten erklärte Andrea Buskotte vom niedersächsischen Justizministerium als Vertreterin des Landespräventionsrates: „Gewalt in Familien ist die am meisten unterschätzte Form von Gewalt in unserer Gesellschaft, von der in Deutschland ein Drittel aller Frauen in Beziehungen betroffen sind.“ Häusliche Gewalt komme in allen gesellschaftlichen Gruppen vor - unabhängig von Alter oder materiellen Verhältnissen.

• Im Rahmen der Wanderausstellung "Die Hälfte des Himmels" werden 99 Frauenportraits gezeigt. Ergänzend finden Besucher Antworten der Frauen auf Fragen wie: Was ist für dich das Schöne daran, eine Frau zu sein? Was empfindest du als Nachteil? Kennst du jemanden, die mit Gewalt oder sexueller Gewalt in Berührung gekommen ist? Öffnungszeiten: täglich 11 bis 17 Uhr (bis Donnerstag, 30. Januar).

• Kontakt: Tel. 04141 - 44123 (Frauenhaus, 24 Stunden Rufbereitschaft), 04141 - 534415 (BISS)
• www.frauen-gegen-gewalt.de

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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