Erste Sendung eingetroffen: 1.000-Liter-Kanister mit wertvollem Wirkstoff
Stader Dow-Werk liefert kostenloses Desinfektionsmittel an die Elbe Kliniken

Martin Offermann ( 3.v.li.) von der Dow übergibt die erste Lieferung des Desinfektionsmittels an das Elbe Klinikum Stade. Dessen ärztlicher Direktor Prof. Dr. Martin Huber (li.), der Leitende Apotheker Dr. Peter Dobberkau und die stellvertretende Apothekenleiterin Heike Tegtmeyer freuen sich über das Hilfsangebot der Dow
  • Martin Offermann ( 3.v.li.) von der Dow übergibt die erste Lieferung des Desinfektionsmittels an das Elbe Klinikum Stade. Dessen ärztlicher Direktor Prof. Dr. Martin Huber (li.), der Leitende Apotheker Dr. Peter Dobberkau und die stellvertretende Apothekenleiterin Heike Tegtmeyer freuen sich über das Hilfsangebot der Dow
  • Foto: Elbe Kliniken
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie wurden Desinfektionsmittel zur Mangelware. Auch Arztpraxen und sogar Kliniken bekamen so gut wie keinen Nachschub. Um weiteren Versorgungsengpässen vorzubeugen, sprangen Industriebetriebe in die Bresche, die derartige Erzeugnisse sonst gar nicht produzieren. Auch die Dow hat Ende März einen Teil ihrer Produktion umgestellt: Im Stader Werk werden jetzt Handdesinfektionsmittel hergestellt, mit denen medizinische Einrichtungen kostenlos versorgt werden. In der vergangenen Woche wurde das Elbe Klinikum Stade mit dem ersten 1.000-Liter-Container beliefert.

Für die Herstellung dieses Wirkstoffes zur Handdesinfektion erhielt die Dow eine auf 180 Tage befristete Ausnahmegenehmigung. Diese behördliche Sondererlaubnis hat zur Auflage, dass das Desinfektionsmittel ausschließlich an Kliniken und Klinikapotheken verteilt werden darf. Eine direkte Belieferung an normale Apotheken, Privatpersonen, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Arztpraxen ist nicht erlaubt.
Die Arztpraxen werden nun aber von der Klinikapotheke des Elbe Klinikums Stade versorgt. Zwar ist das von Dow hergestellte Handdesinfektionsmittel in erster Linie für den Gebrauch in den Elbe Kliniken bestimmt, doch sie werden auf Vorbestellung auch an die Arztpraxen im Landkreis Stade geliefert.

Für die Versorgung der Praxen füllt die Stader Klinikapotheke unter Anweisung ihres Leiters Dr. Peter Dobberkau Fünf-Liter-Gebinde ab. Die jeweiligen Ärzte werden von der Kassenärztlichen Vereinigung benachrichtigt, wenn die Gebinde zur Abholung bereitstehen. Für den hausinternen Einsatz der Handdesinfektionsmittel in den Elbe Kliniken werden vorhandene leere Flaschen über das Sterilgut-Center aufbereitet und im Anschluss von der Klinikapotheke befüllt.

"Wir freuen uns über das gute Zusammenspiel verschiedener Firmen und Institutionen in Krisenzeiten wie diesen", sagt Apotheker Dobberkau. Bei der Umsetzung dieser wichtigen Versorgungsaufgabe hätten auch die Mitarbeiter der Apotheke und der Klinik engagiert mitgeholfen. Auch Dr. Stephan Brune, Vorsitzender des Bezirksausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung, würdigt diese Aktion als "ein gutes Beispiel für die vorzügliche Zusammenarbeit der Elbe Kliniken mit der Kassenärztlichen Vereinigung und damit den ambulanten Arztpraxen".

Seinen besonderen Dank an die beteiligten Firmen richtet der Geschäftsführer der Elbe Kliniken, Siegfried Ristau. Die Solidarität in dieser Zeit sei enorm und gebe allen im Gesundheitswesen Tätigen wichtige Kraft. "Mit den uns von der Dow zugesagten Mengen an Händedesinfektionsmittel und der zusätzlichen Beschaffung über weitere Hersteller sind wir während dieser Krisenzeit in Hinblick auf Desinfektionsmittel gut versorgt."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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