Schluss mit Eltern-Taxis
Stader Grundschule am Burggraben hat jetzt Hol- und Bringzonen

Selbstständig gehen die Kinder nun zu Fuß oder fahren mit dem Roller bzw. Fahrrad zur Schule
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jab. Stade. Schluss mit Eltern-Taxis ist jetzt an der Grundschule am Burggraben in Stade. Seit Anfang des neuen Schuljahres ist die Neubourgstraße, an der die Schule liegt, für den Pkw-Verkehr gesperrt - zumindest in den Morgen- und Mittagsstunden. Stattdessen können Eltern ihre Kinder an den Hol- und Bringzonen absetzen bzw. abholen.

Eltern, Polizei, Verkehrsbehörde sowie Schulträger hatten für die Grundschule in einer Projekt-arbeit eine Schulwegplanung erarbeitet. Ziel war es, die Wege zur Schule zu identifizieren, die hauptsächlich von den Schülern genutzt werden, und sie sicherer zu machen. Im Rahmen der Diskussion kam das Thema des starken Verkehrsaufkommens am Morgen vor der Schule durch die Eltern-Taxis immer wieder zur Sprache.
Daher richtete die Hansestadt Stade zwei Hol- und Bringzonen ein: eine an der Schiffertorsstraße (Höhe Spreckelsen) und eine am Anfang der Straße Am Burggraben (Höhe Orient-Imbiss). Beide Haltestellen liegen in rund 400 Meter Entfernung und können innerhalb von fünf Minuten zurückgelegt werden.

Ursprünglich sollte die Einführung der Maßnahme bereits Mitte April nach den Osterferien starten. Corona machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Doch mit dem neuen Schuljahr ging es los: Autos dürfen zwischen 7.30 und 8.30 Uhr sowie zwischen 11.30 und 13.30 Uhr nicht mehr von der Wallstraße in die Neubourgstraße einfahren. Lediglich Anlieger der Kindertagesstätte sowie des Ristorante Al Porto dürfen zu dieser Zeit die Straße nutzen. So soll das hohe Verkehrsaufkommen bei Schulbeginn und -ende minimiert werden und eine größere Verkehrssicherheit für die Schüler gewährleistet werden.

"In der Vergangenheit hat es immer wieder gefährliche Situationen aufgrund der sogenannten 'Eltern-Taxis' gegeben", so Sönke Hartlef, Bürgermeister der Hansestadt Stade. Zudem werde derzeit geprüft, ob die Neubourgstraße insgesamt in eine Fahrradstraße umgewandelt werden kann. "Mit den Maßnahmen stärken wir die Verkehrssicherheit der Kinder, aber zugleich fördern wir sie auch in ihrer Selbstständigkeit und ihrer Bewegung", so Hartlef. Neu aufgestellte Fahrradständer bieten zudem zusätzliche Abstellmöglichkeiten für die, die schon mit dem Fahrrad zur Schule fahren können.

"Derzeit führen wir in den Klassen Strichlisten, um zu dokumentieren, wie die Schüler zur Schule kommen", erklärt Schulleiterin Cordula Wuttke. Sie freut sich, dass einige Schüler durch die Maßnahme inzwischen auf dem Schulweg komplett auf das Auto verzichten. Dass einige Eltern das Verbot umgehen, indem sie auf den kostenpflichtigen Parkplätzen neben der Schule oder in der Neubourgstraße außerhalb des Sichtfeldes der Schule halten, findet die Schulleiterin gar nicht gut: "So fahren die Eltern doch wieder an der Schule vorbei." Sollte sie solche Eltern erwischen, würde sie diese noch einmal auf die neue Regelung hinweisen.

Am Mittwoch, 16. September, findet ein Treffen der Beteiligten statt, bei dem erste Erfahrungen ausgetauscht und ggf. weitere Maßnahmen besprochen werden sollen.

Selbstständig gehen die Kinder nun zu Fuß oder fahren mit dem Roller bzw. Fahrrad zur Schule
Schilder weisen auf die neue Regelung hin
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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