Schluss mit Eltern-Taxis
Stader Grundschule am Burggraben hat jetzt Hol- und Bringzonen

Selbstständig gehen die Kinder nun zu Fuß oder fahren mit dem Roller bzw. Fahrrad zur Schule
2Bilder
  • Selbstständig gehen die Kinder nun zu Fuß oder fahren mit dem Roller bzw. Fahrrad zur Schule
  • Foto: jab
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Schluss mit Eltern-Taxis ist jetzt an der Grundschule am Burggraben in Stade. Seit Anfang des neuen Schuljahres ist die Neubourgstraße, an der die Schule liegt, für den Pkw-Verkehr gesperrt - zumindest in den Morgen- und Mittagsstunden. Stattdessen können Eltern ihre Kinder an den Hol- und Bringzonen absetzen bzw. abholen.

Eltern, Polizei, Verkehrsbehörde sowie Schulträger hatten für die Grundschule in einer Projekt-arbeit eine Schulwegplanung erarbeitet. Ziel war es, die Wege zur Schule zu identifizieren, die hauptsächlich von den Schülern genutzt werden, und sie sicherer zu machen. Im Rahmen der Diskussion kam das Thema des starken Verkehrsaufkommens am Morgen vor der Schule durch die Eltern-Taxis immer wieder zur Sprache.
Daher richtete die Hansestadt Stade zwei Hol- und Bringzonen ein: eine an der Schiffertorsstraße (Höhe Spreckelsen) und eine am Anfang der Straße Am Burggraben (Höhe Orient-Imbiss). Beide Haltestellen liegen in rund 400 Meter Entfernung und können innerhalb von fünf Minuten zurückgelegt werden.

Ursprünglich sollte die Einführung der Maßnahme bereits Mitte April nach den Osterferien starten. Corona machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Doch mit dem neuen Schuljahr ging es los: Autos dürfen zwischen 7.30 und 8.30 Uhr sowie zwischen 11.30 und 13.30 Uhr nicht mehr von der Wallstraße in die Neubourgstraße einfahren. Lediglich Anlieger der Kindertagesstätte sowie des Ristorante Al Porto dürfen zu dieser Zeit die Straße nutzen. So soll das hohe Verkehrsaufkommen bei Schulbeginn und -ende minimiert werden und eine größere Verkehrssicherheit für die Schüler gewährleistet werden.

"In der Vergangenheit hat es immer wieder gefährliche Situationen aufgrund der sogenannten 'Eltern-Taxis' gegeben", so Sönke Hartlef, Bürgermeister der Hansestadt Stade. Zudem werde derzeit geprüft, ob die Neubourgstraße insgesamt in eine Fahrradstraße umgewandelt werden kann. "Mit den Maßnahmen stärken wir die Verkehrssicherheit der Kinder, aber zugleich fördern wir sie auch in ihrer Selbstständigkeit und ihrer Bewegung", so Hartlef. Neu aufgestellte Fahrradständer bieten zudem zusätzliche Abstellmöglichkeiten für die, die schon mit dem Fahrrad zur Schule fahren können.

"Derzeit führen wir in den Klassen Strichlisten, um zu dokumentieren, wie die Schüler zur Schule kommen", erklärt Schulleiterin Cordula Wuttke. Sie freut sich, dass einige Schüler durch die Maßnahme inzwischen auf dem Schulweg komplett auf das Auto verzichten. Dass einige Eltern das Verbot umgehen, indem sie auf den kostenpflichtigen Parkplätzen neben der Schule oder in der Neubourgstraße außerhalb des Sichtfeldes der Schule halten, findet die Schulleiterin gar nicht gut: "So fahren die Eltern doch wieder an der Schule vorbei." Sollte sie solche Eltern erwischen, würde sie diese noch einmal auf die neue Regelung hinweisen.

Am Mittwoch, 16. September, findet ein Treffen der Beteiligten statt, bei dem erste Erfahrungen ausgetauscht und ggf. weitere Maßnahmen besprochen werden sollen.

Selbstständig gehen die Kinder nun zu Fuß oder fahren mit dem Roller bzw. Fahrrad zur Schule
Schilder weisen auf die neue Regelung hin
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

Panorama
Fieberambulanzen könnte eine Anlaufstelle für Grippe- und Corona-Verdachtsfälle sein

Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn
Fieberambulanzen gegen Corona und Grippe

(tk). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schlug angesichts der beginnenden Grippewelle und der weiter bestehenden Gefahr einer Ausbreitung von Corona vor, dass es Fieberambulanzen geben sollte. In diesen Praxen werden vor allem diejenigen behandelt, die mit klassischen Atemwegserkrankungen zum Arzt wollen und wo noch unklar ist, ob es eine Erkältung, ein fieberhafter Infekt oder doch das neuartige COVID-19-Virus ist. Fieberambulanzen sollen nach Spahns Meinung dabei helfen, dass...

Politik
Oliver Grundmann (2.v.re.) erhielt deutlich mehr Stimmen als Katharina Merklein (re.)

Stader setzt sich deutlich gegen Kontrahentin durch
Oliver Grundmann als CDU-Direktkandidat für die Bundestagswahl 2021 nominiert

jd. Stade. Oliver Grundmann wird im kommenden Jahr erneut Direktkandidat der CDU für die Bundestagswahl sein. Am Donnerstagabend wurde der Jurist aus Stade mit großer Mehrheit für die im Herbst stattfindende Wahl nominiert. Grundmann tritt damit nach 2013 und 2017 zum dritten Mal im Wahlkreis Stade I / Rotenburg II an. Auf der Nominierungsversammlung im Stadeum setzte sich Grundmann mit 174 zu 55 Stimmen gegen seine Gegenkandidatin Katharina Merklein aus Zeven durch. Auf Grundmann entfielen...

Panorama
Vorläufiges Konzept: Ähnlich wie in diesem Entwurf stellt sich die "Calluna-Bike"-Gemeinschaft der Zweirad-Freunde die Mountainbike-Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden rund um den Paaschberg vor
3 Bilder

Initiative hat spektakuläre Pläne
Mekka für Mountainbiker in Salzhausen?

ce. Salzhausen. Mit dem "Projekt Bergrettung" befassen sich derzeit die Kommunalpolitiker in Salzhausen. Was zunächst irreführend klingt wie eine Kooperation zwischen Salzhäusern und Schweizern bei einer Hilfsaktion in den Alpen, ist tatsächlich ein spektakuläres Vorhaben in hiesigen Gefilden: Mehrere Fahrradfreunde haben sich zusammengeschlossen, um den Salzhäuser Paaschberg als "Ort der Freizeitgestaltung und Lernort" zu einem Besuchermagneten zu machen. Auf dem von einem Wald dicht...

Panorama
"Hier sind alle sehr wachsam": (v. li.) Dr. Werner Raut (Chefarzt Medizinische Klinik), Astrid Schwemin (leitende Amtsärztin Landkreis Harburg) und Norbert Böttcher (Geschäftsführer Krankenhäuser Buchholz und Winsen)

Zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte betroffen / Gesundheitsamt und Geschäftsführung beruhigen
Vier Corona-Fälle im Krankenhaus Buchholz

os. Buchholz. Im Buchholzer Krankenhaus sind vier Corona-Fälle aufgetreten. Betroffen seien zwei Ärzte und zwei Pflegepersonen, erklärten Astrid Schwemin, leitende Amtsärztin des Landkreises Harburg, und Dr. Werner Raut, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Krankenhaus Buchholz, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Man habe die "klassischen Maßnahmen" ergriffen, erklärt Schwemin. Die Betroffenen wurden in Quarantäne geschickt, und zwar für zunächst zehn Tage, wie es bei unkomplizierten Verläufen...

Blaulicht
Die Zahl der Autodiebstähle steigt im Landkreis Harburg rasant an. Der Schaden liegt innerhalb weniger Wochen bei mehr als 750.000 Euro (Szene gestellt)   Foto: polizei-beratung.de
2 Bilder

750.000 Euro Schaden in drei Monaten
Landkreis Harburg: Eine Hochburg für Autodiebe

thl. Winsen. Die Zahl der Autodiebstähle im Landkreis Harburg nimmt immer weiter zu - und stellt die Ermittler der Polizei vor nahezu unlösbare Aufgaben. Denn die Täter hinterlassen so gut wie keine Spuren. "Im August wurden im Landkreis Harburg drei Komplettentwendungen von Pkw angezeigt, im September waren es bis heute vier", bestätigt Polizeisprecher Jan Krüger auf Nachfrage. "In insgesamt vier weiteren Fällen blieb es beim Versuch, entsprechende Spuren waren an betroffenen Fahrzeugen zu...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen