Planbude, Café und Bühne
Stader Platz Am Sande soll durch Container belebt werden

So könnte es aussehen: Der Platz "Am Sande" am Stader Kreishaus soll durch unterschiedliche Container zu neuem Leben erweckt werden
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jab. Stade. Ein maritimes Container-Dorf, mit dem sich die Stader Bürger verbunden fühlen und identifizieren können - das soll der "Ankerplatz" auf dem Platz Am Sande werden. Die Idee stammt von Mario Handke (24) aus Stade. Der Lehrer brachte seinen Vorschlag, wie die kahle Steinfläche belebt werden könnte, beim Ideenwettbewerb der Stade Marketing und Tourismus 2019 ein und überzeugte damit die Jury.

Zwei Jahre ist der Ideenwettbewerb nun her. Viel wurde in den vergangenen Monaten geplant. Jetzt aber sollen den Ideen, Gesprächen und Planungen auch Taten folgen, jedenfalls wenn es nach der Stader Verwaltung und dem Ideengeber geht. Doch zunächst müssen Fördermittel beantragt werden. Gibt es aus dem Programm "Zukunftsräume Niedersachsen", für das kurzfristig Anträge gestellt werden sollen, die Gelder, soll das Projekt im Sommer dieses Jahres umgesetzt werden.

Bürger sollen sich einbringen

Den Start macht die sogenannte Keimzelle. Auf der Seite der Kreisverwaltung werden einige Container aufgestellt, von denen einer die Planbude ist. Hier sollen die Bürger sich nicht nur über den "Ankerplatz" informieren können, sondern auch selbst ihre konkreten Vorschläge und Wünsche unkompliziert einbringen. Nebenan könnte ein Spielplatz-Container aufgebaut werden, in dem sich die Kinder derweil beschäftigen können. Auch ein Bühnen-Container ist geplant, vor dem stets eine Fläche freigehalten wird. Diese Fläche kann später auch für Veranstaltungen wie die Beach Days genutzt werden.

Möglich seien bis zu 15 Container auf dem Platz, erklären Jens Bossen, Leiter der Abteilung Planung und Umwelt, und Stadtbaurat Lars Kolk. Bei zweigeschossigen Containern müsste die Statik geprüft werden, da sich unter dem Areal das Parkhaus befindet. Doch so weit wollen die Verantwortlichen noch nicht planen. Alles solle sich aus sich heraus entwickeln und die Bürger sollen mitgestalten können, damit es nachher auch ein Platz ist, der wirklich genutzt wird, sagt Handke. "Es soll eine Verbundenheit wie in einer Dorfgemeinschaft entstehen."

Viele Möglichkeiten stehen offen

Das Innenleben der Container lässt sich vielfältig gestalten. Foodsharing, Urban Gardening oder gar Gewächshäuser, Gas-tronomie und Veranstaltungen sind möglich. Aber auch Co-Working-Spaces, ein Fahrradverleih, kreative Konzepte für Workshops oder Repaircafés sowie Multifunktionscontainer sind denkbar. "Alles was in Dorfgemeinschaftshäusern oder in Gemeindehäusern der Kirchen verschwindet, kann hier zentral angeboten werden." So solle das Gemeinschaftsleben im öffentlichen Raum gefördert werden.

Dabei legt Handke auch Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Auch der Klimaschutz kommt nicht zu kurz. "Wir wollen möglichst klimaneutral sein." Um den Platz zu begrünen, sind Kübelpflanzen und Dachbegrünung geplant.

Derzeit gründet die Initiative rund um Handke einen gemeinnützigen Verein. Er wird dafür sorgen, dass das Projekt am Laufen gehalten wird. Dabei sollen die Ehrenamtlichen laut Handke lediglich Mikro-Engagements ausüben, sodass ausreichend Zeit für die eigene Freizeit bleibt. Veranstaltungen und Gastronomie hingegen könnten durch einen Profi wie beispielsweise die Stade Marketing und Tourismus organisiert werden.

Ein trister Platz soll viel schöner werden
So könnte es aussehen: Der Platz "Am Sande" am Stader Kreishaus soll durch unterschiedliche Container zu neuem Leben erweckt werden
Mario Handke (li.) ist der Ideengeber. Mit Jens Bossen, Leiter der Abteilung Planung und Umwelt, wird er eng zusammenarbeiten
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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