Oberstleutnant Arne Wriedt wurde verabschiedet
Wechsel an der Spitze des Stader Bundeswehr-Kreisverbindungskommandos
- Landrat Kai Seefried (re.) überreicht dem scheidenden KVK-Leiter Arne Wriedt einen Ziegel mit Landkreis-Wappen
- Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
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Mit einem Empfang im Stader Kreishaus wurde kürzlich ein besonderer Führungswechsel vollzogen: Oberstleutnant Arne Wriedt gab nach mehr als zehn Jahren den Staffelstab des Kreisverbindungskommandos (KVK) der Bundeswehr an Arbo von der Ehe weiter. Der neue KVK-Chef hat ebenfalls den Rang eines Oberstleutnants. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Hilfsorganisationen würdigten dabei nicht nur den scheidenden Kommandeur – sondern auch die Rolle des Kreisverbindungskommandos insgesamt. Diese Einheit spielt eine wichtige Rolle beim Katastrophenschutz.
Seit 18 Jahren besteht das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr. Oberstleutnant Wriedt aus Bargstedt war der zweite Leiter des KVK. Nach mehr als zehn Jahren gibt er den ehrenamtlichen Posten weiter. Es übernimmt Oberstleutnant von der Ehe aus Drochtersen, der fast seit Anbeginn dabei ist. Offiziell vollzogen wurde die Ämterübergabe durch Oberst Dr. Wolf-Michael Müller, Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen der Bundeswehr. Er entpflichtete Wriedt und ernannte von der Ehe.
- Oberstleutnant Arne Wriedt (li.) übergibt das Amt des Stader KVK-Leiters an Oberstleutnant Arbo von der Ehe
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Hilfe bei der Krisenbewältigung
Worte des Dankes kamen von Landrat Kai Seefried. Gerade in Krisenzeiten war das KVK ein verlässlicher Partner. Das zeigte sich bei der Corona-Pandemie als Bundeswehrsoldaten bei der Kontaktnachverfolgung halfen und das in Pflegeheimen Dienst taten. Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Landrat hatte Seefried ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gestellt. Das war im November 2021 – mitten in der Corona-Pandemie. Auch bei der Bewältigung der Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine sei das Kreisverbindungskommando ein wichtiger Berater und Partner, betonte Seefried.
Enge Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen
Für die Blaulicht-Organisationen sprachen DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Jenny Fromke und THW-Fachberater Rudolf Meyn ihre Anerkennung für Wriedts Arbeit aus. Beide erinnerten an die enge Zusammenarbeit mit dem Kreisverbindungskommando – sei es beim gemeinsam betriebenen Testzentrum in der Corona-Pandemie oder im Arbeitskreis Katastrophenschutz, der sich zuletzt unter anderem mit der Vorsorge für den Fall eines Strom-Blackouts beschäftigt hat. Das Kreisverbindungskommando habe dabei stets die Bürgerinnen und Bürger im Blick – zum Beispiel bei der Informationskampagne zur Krisenvorsorge und beim Veteranentag, der gemeinsam mit der Kreisverwaltung, dem DRK und der Johanniter-Unfallhilfe begangen wurde.
- Für die Blaulicht-Familie sprachen DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Jenny Fromke und THW-Fachberater Rudolf Meyn.
- Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
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Zum Abschied gab es für Arne Wriedt noch ein kleines, aber symbolträchtiges Geschenk: einen Ziegelstein mit dem Wappen des Landkreises. Und bevor es in den wohlverdienten KVK-Ruhestand ging, wurde der scheidende Kommandeur sogar standesgemäß mit einem Blaulicht-Konvoi ins Kreishaus eskortiert.
Schnittstelle zwischen Bundeswehr und Zivilbehörden
In jedem Landkreis in Deutschland gibt es ein Kreisverbindungskommando, kurz KVK, der Bundeswehr. Es steht den zivilen Behörden, die für den Katastrophen- und Zivilschutz verantwortlich sind, zur Seite. Jedes KVK besteht aus zehn erfahrenen Soldatinnen und Soldaten. Es handelt sich um Reservistinnen und Reservisten mindestens im Dienstgrad Feldwebel, die sich neben ihren Zivilberufen in mehrwöchigen Speziallehrgängen der Bundeswehr die notwendige Expertise für diese anspruchsvolle Aufgabe angeeignet haben. Sie bilden die Schnittstelle zwischen den zivilen Behörden und der Bundeswehr.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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