Wegen Bauarbeiten an den Schienen: Stress für Berufspendler

So sieht die Zukunft der Bahnpendler in den nächsten
Jahren zwischen Neugraben und Hamburg aus Foto: Archiv
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Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Stade-Cuxhaven / Akteure versprechen bessere Kommunikation

jab. Landkreis. Pendler auf der Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Hamburg dürften die Hiobsbotschaften über die geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen bereits einige schlaflose Nächte gekostet haben. Schließlich sollen die Bauarbeiten nicht nur einige Wochen oder Monate in Anspruch nehmen, sondern weit ins nächste Jahrzehnt reichen. Betroffen sein werden besonders die S-Bahn S3 bzw. S31 sowie die Regionalbahn RE5, die Linie der neuen Verkehrsgesellschaft "Start".

Bereits ab Anfang März finden die ersten Bauarbeiten auf der Strecke statt. Dann fährt die S-Bahn wegen Sanierungsarbeiten für zwei Wochen nur noch bis Neugraben. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet. Ab Mitte Juni wird "Start" wegen der Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof nur noch bis Harburg fahren. Eventuell bleibt aber doch eine Trasse befahrbar. Auch in den Jahren danach kommt es immer wieder zu langfristigen Baustellen, deren genaue Termine noch nicht bekannt sind.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Tourismus stellten Experten verschiedener Verkehrsbetriebe und -gesellschaften ihre Ideen zur Verbesserung der Situation für die Bahnreisenden während der Bauarbeiten vor. Dabei betonten sie, dass sich alle Verkehrsbetriebe um eine rechtzeitige Ankündigung der Baumaßnahmen bemühen, damit die Auswirkungen auf die Bahnreisenden so gering wie möglich gehalten werden und sie Zeit haben zu reagieren. Die Instandhaltung und Pflege der Infrastruktur sei aber unbedingt notwendig, damit der Verkehr auch in Zukunft rollt. Dafür müssen zunächst aber die Einschränkungen in Kauf genommen werden. "Die Verschlechterungen müssen sein, damit es schließlich zu einer Verbesserung kommen kann", sagt Astrid Bade von der SPD. Allerdings ist die Kundeninformation in dieser Situation am wichtigsten. Zu diesem Punkt gehört auch die Erstellung einer Plattform, auf der die Informationen aller Verkehrsstörungen zentral gebündelt an die Pendler weitergegeben werden können, wie eine gemeinsame App aller Betriebe.

Die Bauarbeiten und somit auch Sperrungen sollen außerdem nicht gleichzeitig stattfinden, um eine Ausweichmöglichkeit für die Pendler bieten zu können und einen Verkehrsinfarkt zu vermeiden. Dafür setzen alle Akteure auf eine gute Koordination der Baustellen - auch mit notwendigen Straßenbaumaßnahmen, da viele Bahnpendler bei Bauarbeiten auf das Auto umsteigen. Geplante Bauarbeiten werden daher rechtzeitig gemeldet und in einen Baustellenkalender eingetragen, um parallele Maßnahmen zu erkennen bzw. die Auswirkungen einer Baustelle besser absehen zu können.

Auch die Möglichkeit, dass Züge des Fernverkehrs zu den Hauptverkehrszeiten Pendler mitnehmen, müsse erweitert werden. Zusätzlich soll an den Bahnhöfen die Umstiegssituation verbessert werden, um den Fahrgästen unnötige Wege zu ersparen.

Wie die Umsetzung der geplanten Ideen letztendlich gelingen wird, bleibt abzuwarten. Genügend Zeit zum Austesten und Verbessern wird den Verkehrsbetrieben durch den Umfang an Bauarbeiten über mehrere Jahre bleiben.

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