Neue Schulen sollen bis Mai 2023 fertig sein
Teurer als geplant: Bildungscampus in Stade kostet 72,5 Mio. Euro

Die Planungen für den Bildungscampus können wohl bald umgesetzt werden
  • Die Planungen für den Bildungscampus können wohl bald umgesetzt werden
  • Foto: Grafik: Stadt Stade/msr
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jd. Stade. Es wird noch einmal deutlich teurer: Statt der zunächst vorgesehenen 42 Millionen Euro wird der geplante Bildungscampus Riensförde (BCR) 72,5 Millionen Euro kosten. Damit wird der BCR zwar nicht zu einem Millionengrab wie der Berlin Flughafen BER, doch der jetzige Preis ist immerhin fast 73 Prozent höher als die ursprüngliche Kalkulation. Einen weiteren Kostenanstieg wird es aber nicht geben. Die 72,5 Millionen Euro sind ein Festpreis. Die Stadt bekommt die Gebäude - Ober- und Grundschule, Kita und Sporthalle - schlüsselfertig hingestellt. Den Zuschlag für dieses ehrgeizige Bauprojekte im Rahmen einer sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) soll nach einer europaweiten Ausschreibung die Firma Goldbeck Public Partner GmbH aus Bielefeld erhalten.

Geplant ist, dass der Vertrag mit Goldbeck noch im August unterzeichnet wird. Dann dürfte gewährleistet sein, dass der Baufahrplan eingehalten werden kann. Denn der BCR soll bereits im Mai 2023 an die Stadt übergeben werden, damit der Betrieb pünktlich mit Beginn des Schuljahres 2023/24 aufgenommen werden kann. Vor Vertragsabschluss müssen aber noch der Verwaltungsausschuss und der Rat ihr Okay geben.
Außerdem muss ein Nachtragshaushalt eingebracht werden, denn bisher sind - nachdem eine erste Kostensteigerung absehbar war - Baukosten in Höhe von knapp 56 Millionen von der Politik abgesegnet worden. Ist das geschehen, legt die Stadt das Zahlenwerk der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vor. Und erst wenn diese erteilt ist, darf Bürgermeister Sönke Hartlef den Füller zücken, um seine Unterschrift unter das Vertragswerk zu setzen.

Trotz des Kostenanstiegs zeigt sich die Stadt zufrieden. Denn offenbar ist es gelungen, den Preis in Nachverhandlungen noch um einen zweistelligen Millionenbetrag zu drücken. Es sollen aber auch Angebote eingegangen sein, die sich in Richtung der 100-Millionen-Marke bewegten. Das Angebot der Firma Goldbeck war mit einem weiteren Angebot in anonymisierter Form im Januar dem BCR-Ausschuss vorgelegt worden. Die Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Ausschussmitglieder flossen anschließend in die Verhandlungsgespräche ein, bei denen seitens der Stadt der erste Stadtrat Dirk Kraska und Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs federführend waren.

Ziel der Verhandlungen war es, die im Angebot genannten Kosten deutlich zu reduzieren. Das ist gelungen, ohne dass gravierende Qualitätseinbußen hingenommen werden müssen. Um die Kosten zu senken, wurden u.a. das Raumprogramm und die Gestaltung der Außenanlagen überarbeitet. Bis Anfang Juni mussten die aktualisierten Angebote abgegeben werden, was seitens der Firma Goldbeck auch geschah.
In den veranschlagten 72,5 Millionen Euro sind neben der Erstellung des schlüsselfertigen Gebäudes sämtliche Planungs- und Bauleistungen sowie die Genehmigungsgebühren und Kosten für die Bürgschaften enthalten. Außerdem umfasst der Inklusiv-Preis die Erstellung der datentechnischen Infrastruktur, die Herrichtung der Außenanlagen sowie die komplette Möblierung. Nicht im Preis eingeschlossen sind die aktiven WLAN-Komponenten, die Whiteboards in den Klassenräumen sowie die komplette IT-Ausstattung, zu der Server, Notebooks und Tablets zählen.

Das Bielefelder Bauunternehmen wird aber für einen Zeitraum von 25 Jahren die Instandhaltung des Gebäudes und das technische Objektmanagement übernehmen. Die jährliche Aufwandsentschädigung dafür wird sich auf knapp eine Million Euro belaufen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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