Köstlichkeiten vom Rost zu jeder Jahreszeit
Nicht nur für harte Kerle: Grillen im Winter

Grillmeister Michael Friese
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Service

Weiterer Corona-Todesfall
Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle im Kreis Stade klettert auf über 12.000

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Freitag, 21. Januar, auf 567,3 gestiegen. Die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser sind sogar noch etwas höher. Der Landkreis Harburg hat jetzt sogar die 1.000er-Marke überschritten. Aktuell sind im Landkreis Stade 1.558 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 259 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn...

Panorama

Schulklassen in häuslicher Isolation
Wegen Omikron: Droht den Schulen doch wieder die Schließung?

(ts). Mit Auftauchen der Omikron-Virusvariante hat sich der Landkreis Harburg zum Corona-Hotspot entwickelt. In Städten und Gemeinden steigen die Inzidenzen mittlerweile auf über 1.000. Besonders an Grundschulen ist die Lage angespannt, weil erst wenige Kinder geimpft sind. An der Grundschule Maschen (230 Schüler und Schülerinnen) zum Beispiel waren in einer Woche vier Schulklassen jeweils nach dem positiven PCR-Testergebnis eines Kindes in Selbstisolation - Dimensionen, die im Schulalltag...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 21. Januar
Mittlerweile sechs Kommunen mit einer Inzidenz über 1.000

(thl). Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg steigen weiter an: Am heutigen Freitag, 21. Januar, haben bereits sechs Kommunen eine Inzidenz von über 1.000. Die Inzidenz für den Landkreis Harburg stieg gegenüber dem Vortag um 107,8 auf jetzt 1117,5. Insgesamt 2.861 (+276) neue Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,9 auf 6,1 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung blieb bei 4,9 Prozent. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet, stößt das ehrgeizige Bauvorhaben der Brüder Jan und Dirk Podbielski aus...

Panorama
Jenny Elvers, ehemalige Heideblütenkönigin aus 
Amelinghausen, beim Promibacken

Amelinghausen
Ex-Heideblütenkönigin Jenny Elvers beim Promibacken

(sv/nw). Seit ihrer Krönung zur Heideblütenkönigin in Amelinghausen im Jahr 1990 hat Jenny Elvers sich beim Dschungelcamp, Big Brother und jetzt beim SAT.1-Promibacken im Reality-TV einen Namen gemacht. Dabei sieht Elvers sich selbst eher als eine gute Köchin denn als Bäckerin. Vor der Show war sie eine absolute Backanfängerin, Kuchen und Torten gab es nur vom Bäcker. Ihre einzige Annäherung an die Welt des Backens war das Plätzchenbacken mit ihrem Sohn. Weil sie aber so ein großer Fan der...

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Panorama
Die meisten Ärzte sind laut der Ärztekammer geimpft, ob es im März zu Personalmangel kommt, bleibe abzuwarten

Ahlerstedt
Hausarzt schmeißt wegen Impfpflicht und Pharmaindustrie hin

sv. Ahlerstedt. Noch knapp zwei Monate haben ungeimpfte Mitarbeiter in Arztpraxen, Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in der Pflege Zeit, sich gegen Corona impfen zu lassen, bevor am 16. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Was in vielen Einrichtungen bereits jetzt zu Personalmangel führt, hat Hausarzt Dr. Jens Wagner in Ahlerstedt (Landkreis Stade) sogar dazu gebracht, seine ärztliche Tätigkeit zu beenden: Noch bis Anfang Juni will er in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Nicole...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Sport
Beim  "Gipfel der Quizgiganten" trat die 15-Jährige u.a. gegen Guido Cantz an
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"Gipfel der Quizgiganten"
Tostedter Tischtennis-Ass Mia im TV

(bim). Mia Griesel hat eine schlagfertige Rückhand - das bekamen am Montag die TV-Größen Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Guido Cantz zu spüren. Das 15-jährige Tischtennis-Ass des MTV Tostedt war in der TV-Show "Gipfel der Quizgiganten" auf RTL zu sehen. Die Gymnasiastin und Schülerin des Sportinternats Hannover musste aber keine kniffligen Fragen beantworten, sondern begeisterte das TV-Publikum mit ihrem sportlichen Können. Ergebnis: Gegen die zweifache...

sb. Stade. Wer vor 25 Jahren zum Wintergrillen einlud, galt als Abenteurer - oder zumindest als extravaganter Gastgeber. Das ist heute anders. Gegrillt wird zu jeder Jahreszeit, auf den Genuss von Köstlichkeiten vom Rost braucht niemand mehr wegen kalter Außentemperaturen zu verzichten. "Man muss sich von der Vorstellung lösen, dass Grillen immer nur bedeutet, bei schönem Wetter auf der Terrasse zu sitzen und eine Grillparty zu machen", sagt Michael Friese (54). "Grillen kann auch einfach nur eine alternative Zubereitungsart beim täglichen Kochen sein - ganz ohne Event und Geselligkeit in großer Runde."

Der Stader gibt als "Grillmeister" seit sechs Jahren Seminare am Grillrost und richtet Grillkurse als Team-Event oder private Grillkurse im eigenen Garten aus. Für ihn liegen die Vorteile des Freiluftkochens auf dem Grill auf der Hand: Das Haus riecht nicht nach Essen, es bilden sich aufgrund der größeren Hitze schönere Röstaromen und viele Gerichte gelingen einfach besser auf dem Grill als in der Pfanne oder im Ofen. Das gelte insbesondere für größere Fleischstücke, die in der Ofenluft zu viel Feuchtigkeit abgeben und so trocken werden können, so der Grillmeister.

Ob die Hitze mit Glut, Gas oder Strom entsteht, ist Geschmackssache. Während einige Griller auf das Anfeuern mit Holzkohle nicht verzichten mögen, bevorzugen andere das schnelle und unkomplizierte Gas. Und wer über einen Grill mit Deckel verfügt, muss außerdem nicht während des gesamten Kochvorgangs draußen in der Kälte stehen. "Nach dem Anrösten direkt über der Glut bei 600 bis 800 Grad erfolgt der weitere Garvorgang durch indirektes Grillen", erklärt Michael Friese. "Dafür schiebt man das Gericht auf dem Rost in die indirekte Zone neben die Glut, wo eine Temperatur zwischen 150 und 250 Grad vorherrscht, und schließt den Deckel des Grills." Wer über ein Grillthermometer mit Bluetooth-Verbindung verfügt, kann dann ganz entspannt im warmen Haus warten, bis das Gericht fertig ist. Ansonsten reichen ein herkömmliches Fleischthermometer oder auch ein Wecker. "Wer mag, kann während des Grillvorgangs natürlich auch mit Familie oder Freunden eine Zeit lang draußen am Feuerkorb stehen und in geselliger Runde einen Glühwein trinken oder ein paar leckere Snacks direkt vom Grill verzehren", sagt Michael Friese.

Neuer Trend beim Grillen ist die Zubereitung von Speisen im Dutch Oven. Dabei handelt es sich um einen Schmortopf aus Gusseisen, in dem sich Gerichte wie Gulasch oder ein großer Braten perfekt zubereiten lassen. "Den klassischen Schmortopf kannte schon unsere Oma. Sie verwendete ihn jedoch auf ihrem Herd oder in ihrem Ofen. Von Grillfans wurde er erst vor Kurzem neu entdeckt", berichtet der Grillmeister. Er selbst nutzt den Dutch Oven sehr gern für Gerichte wie Gulasch. "Auf dem Herd muss ich die Fleischwürfel portionsweise anbraten, damit sich Röstaromen bilden und das Fleisch nicht wässert", sagt der Profi. Draußen auf dem Grill hingegen habe er so viel Hitze, dass er problemlos ein Pfund Fleisch in einem Durchgang anbraten könne. Als Faustregel gilt: Zwischen Topf und Grilldeckel sollte eine Handbreit Luft zum Zirkulieren sein. "Und der Fettgeruch bleibt draußen." Das Prinzip funktioniere auch mit einem Wok hervorragend.

Mit Spaß und gutem Gewissen grillen - Tipps von der Initiative "Buxtehude im Wandel"

So wie sich das Grillen im Wandel befindet, so wandelt sich auch der Benutzer. Früher war die Zubereitung am Rost reine Männersache: Der Herr des Hauses stand an der offenen Grillglut und musste ständig aufpassen, dass Wurst und Nackenkarbonade nicht durch plötzlich züngelndes Flammenspiel verbrannten. Mit der fortschreitenden Technik und ihren vielen Möglichkeiten kommen heute jedoch laut Michael Friese immer mehr Frauen an den Grill.

Und auch die Speisenauswahl habe sich gewandelt. "Heute wird nicht nur Wurst und Steak, sondern auch Gemüse und Fisch gegrillt", sagt er. "Hinzu kommen unendlich viele weitere Möglichkeiten. Sie reichen vom Brot- und Pizzabacken über das bereits erwähnte Schmorgericht und Aufläufe bis zu Kreativem mit Wow-Effekt." Beispiel: Ein ganzer Kopf Rotkohl wird von seinem Strunk befreit, die so entstandene Öffnung mit Butter und Grillsoße gefüllt und das Ganze dann kopfüber auf dem Grill gegart (ca. 2 bis 2,5 Stunden bei ca. 160-180 Grad und indirekter Hitze). Am Ende entfernt man die äußeren, durch das Grillen dunkel gewordenen Blätter und schneidet den Kohl in Streifen. Fertig ist der neu definierte Rotkohl vom Grill.

Ein Gespräch mit Raphael Cordes von der Landschlachterei Cordes
Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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