Neue Bioabfallverordnung verunsichert Bürger
Was in die Biotonne gehört: Landkreis Stade informiert
- Hier wurde ganz falsch gemacht: In der Biotonne landete noch in Folie verpacktes Brot. Außerdem befanden sich die Küchenabfälle in einem verbotenen Folienbeutel
- Foto: Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Im Stader Kreishaus klingelt beim Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft derzeit recht häufig das Telefon. Viele Bürger sind verunsichert. Der Grund sind Medienberichte über neue gesetzliche Vorgaben in Sachen Abfall. Außerdem wollen manche wissen, warum ihre Biotonne nicht geleert wurde. Die Abfallberatung des Landkreises Stade informiert über die Änderungen.
Was ist neu geregelt?
Seit dem 1. Mai gilt eine überarbeitete Bioabfallverordnung. Diese schreibt strengere Grenzwerte für sogenannte Fremdstoffe im Biomüll vor – also alles, was dort nicht hineingehört. Darunter fallen klassische Plastiktüten, Glas, Keramik, Metall und auch biologisch abbaubare Folienbeutel, die noch immer in Supermärkten verkauft werden. Auch sie sind tabu, denn sie verrotten zu langsam oder zerfallen in Mikroplastik, das auf Felder und in unser Grundwasser gelangen kann.
Was bedeutet das für die Bürger?
Die neue Regelung betrifft zwar in erster Linie die Entsorgungsbetriebe, die den Biomüll an die Verwertungsanlagen liefern – aber auch alle Haushalte im Kreis sind indirekt betroffen. Wird der Müll zu stark verunreinigt angeliefert, muss er teuer verbrannt werden. Das belastet nicht nur Umwelt und Recyclingkreisläufe, sondern langfristig auch den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger durch höhere Gebühren.
- In dieser Biotonne wurde vorbildlich entsorgt
- Foto: Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Wie befüllt man die Biotonne richtig?
Die Regel ist einfach: In die Biotonne gehört nur, was auch auf einen Komposthaufen darf – also Küchen- und Gartenabfälle ohne Plastik, Folie oder anderen Müll. Feuchte Bioabfälle wie Kaffeefilter oder Obstreste können in Zeitungspapier oder Küchenkrepp eingewickelt werden. Trockenes darf auch lose hinein. Kompostierbare Plastiktüten sind hingegen keine gute Wahl und im Landkreis Stade seit Anfang 2024 sogar verboten.
Was passiert bei Fehlern?
Die Müllwerker werfen beim Leeren der Tonnen einen prüfenden Blick hinein. Wer falsch sortiert, bekommt einen Hinweiszettel – und manchmal bleibt die Tonne stehen. Dann muss nachsortiert oder der Inhalt als teurer Restabfall entsorgt werden.
Warum das alles?
Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff: Daraus entsteht fruchtbarer Kompost oder umweltfreundliche Bioenergie. Wer sauber trennt, schützt also aktiv Klima und Ressourcen – und das ganz einfach beim Entsorgen von Kartoffelschalen & Co.
Mehr Tipps gibt’s auf der Seite des Amtes für Abfall- und Kreislaufwirtschaft: abfall.landkreis-stade.de
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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