Stade, Lüneburg und Braunschweig
Das Handwerk im Aufwind
- Matthias Steffen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
- Foto: Fotostudio Sascha Gramann
- hochgeladen von Nicola Dultz
Das Handwerk in Niedersachsen blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft: Die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade zeigt eine spürbare Aufhellung der Geschäftslage in allen Regionen des Kammerbezirks. Der Geschäftsklimaindex ist von 103 auf 110 Punkte gestiegen – ein klares Zeichen für Stabilisierung und Erholung in vielen Gewerken.
Laut Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen hat sich die Lage sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch zum Frühjahr verbessert. 48 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut, 39 Prozent als befriedigend – der Anteil unzufriedener Betriebe sank deutlich auf 13 Prozent. Besonders positiv: Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fallen besser aus als noch vor einem Jahr.
Regionale Unterschiede im Geschäftsklima
In der Region Lüneburg liegt der Geschäftsklimaindex aktuell bei 114 Punkten, in der Region Braunschweig bei 112 Punkten – beide deutlich über den Vorjahreswerten. Auch im Raum Stade verbessert sich das Geschäftsklima auf 105 Punkte (Vorjahr: 97). Besonders gut läuft es im Kraftfahrzeughandwerk mit einem Spitzenwert von 131 Punkten. Aber auch Friseure, Kosmetiker und andere persönliche Dienstleister berichten von einer besseren Auftragslage.
Umsätze stabilisieren sich, Investitionen ziehen an
24 Prozent der Betriebe erzielten im dritten Quartal 2025 Umsatzzuwächse, während 27 Prozent Einbußen meldeten – eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Auch die Investitionsbereitschaft steigt leicht: 23 Prozent investieren mehr, 26 Prozent weniger – der Negativsaldo schrumpft weiter. Die Beschäftigung bleibt leicht rückläufig, aber stabil.
Handwerkskammer fordert mehr Unterstützung für Betriebe
Damit sich der positive Trend fortsetzen kann, fordert die Handwerkskammer klare Rahmenbedingungen. „Unsere Betriebe brauchen weniger Bürokratie, steuerliche Entlastungen und Planungssicherheit“, betont Matthias Steffen. Offene Fragen wie zur Förderung der Elektromobilität oder dem Gebäudeenergiegesetz müssten zügig geklärt werden, um Investitionsbereitschaft zu stärken.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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