Warum ich ein E-Auto kaufen kann
E-Auto-Mythen im Realitätscheck
E-Auto-Mythen im Realitätscheck: Warum viele Bedenken nicht mehr zeitgemäß sind
- Größere Reichweiten und Laderoutenplanung reduzieren Planungsaufwand
- Einheitlicher Standard und mehr Zahlungsmöglichkeiten erleichtern öffentliches Laden
- Batteriezertifikat ermöglicht Einblick in Batteriezustand von Gebrauchtfahrzeugen
Der ACE Auto Club Europa ordnet typische Sorgen rund um das E-Auto ein und zeigt, worauf dennoch zu achten ist.
Reichweitenangst oftmals unbegründet
Aktuell verzeichnet die Bundesnetzagentur 223.159 gemeldete Ladepunkte in Deutschland (Stand 14. Oktober 2026), pro Monat kommen etwa 2.000 neue Ladepunkte hinzu.
Heizung und Klimaanlage: Mehrverbrauch vor allem bei älteren E-Autos relevant
Heizung und Klimatisierung benötigen Energie und verringern die Reichweite von E‑Autos. Allerdings wird ihr Einfluss inzwischen häufig überschätzt. Bei älteren Elektroautos mit kleinen Batterien wirkt sich die Klimatisierung prozentual stärker auf die verfügbare Reichweite aus. Bei modernen Fahrzeugen mit größeren Energiespeichern ist dieser Effekt im Alltag meist weniger entscheidend.
Besonders Fahrzeuge mit Wärmepumpe können den Innenraum effizient temperieren.
Laden ist deutlich einfacher geworden
Für das Schnellladen hat sich CCS als Standard etabliert, während andere Anschlüsse wie CHAdeMO nur noch bei wenigen Gebrauchtwagen eine Rolle spielen. Wenn Sie ihr Ladekabel nicht dabei haben, mehr als jeder dritte Ladepunkt in Deutschland ist mittlerweile ein Schnellladepunkt, an dem das Kabel immer fest verbaut ist. An jedem zehnten Normalladepunkt ist dies mittlerweile ebenfalls der Fall.
Auch eine physische Ladekarte ist heute häufig nicht mehr erforderlich. An den meisten öffentlich zugänglichen Ladepunkten ist Ad-hoc-Laden, also das Laden ohne Vertragsbindung, möglich. In vielen Fällen lässt sich heute kontaktlos mit App, Kredit- oder Girokarte zahlen.
Batteriealterung geringer als befürchtet
Die verbreitete Befürchtung, die teure Antriebsbatterie eines Elektroautos verliere nach wenigen Jahren einen großen Teil ihrer Kapazität, bestätigt sich in der Praxis häufig nicht. Eine aktuelle Auswertung des Unternehmens Geotab hat mehr als 22.000 Elektrofahrzeuge verschiedener Marken und Modelle betrachtet und einen durchschnittlichen Kapazitätsverlust von rund 2,3 Prozent pro Jahr festgestellt.
Ein hoher Kilometerstand allein bedeutet nicht automatisch eine stark gealterte Batterie: Viele Fahrzeuge haben nach drei oder vier Jahren und deutlich über 100.000 Kilometern noch etwa 90 Prozent Batteriegesundheit.
Ein Batteriezertifikat zeigt auf, wie viel Restkapazität die Batterie noch bietet. Seriöse Verkäufer gebrauchter E-Autos können oft einen Batteriebericht oder Diagnosewerte vorlegen.
Andere Herausforderungen rücken in den Vordergrund. So sind die Preise an öffentlichen Ladepunkten schwer vergleichbar, zugleich können sich die Kosten je nach Betreiber und Zahlungsart deutlich unterscheiden. Auch bleibt das Preisniveau vieler Elektroautos hoch und das Angebot an kleinen und vergleichsweise günstigen Modellen ist weiterhin begrenzt.
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Leserreporter:ACE Kreisverband Stade/LK Rotenburg aus Stade |
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