"Verkaufsoffener Samstag" am Stader Steinkamp
Eine erfolgreiche Protestaktion

Der "Erfinder" des verkaufsoffenen Samstags: Media-Markt-Stade-Mitarbeiter Björn Herrmann Fotos: sc
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sc. Stade. "Wenn wir Sonntag nicht dürfen, dann halt Samstag." Gesagt, getan: Die Idee des Media-Markt-Stade-Mitarbeiters Björn Herrmann kam nicht nur bei den Kollegen gut an, sondern auch in den Chefetagen der Gewerbetreibenden "Am Steinkamp" in Stade. Nach einer neuen Regelung dürfen sie sich nicht mehr beim verkaufsoffenen Sonntag in der Stader Innenstadt anschließen. Aus Protest riefen sie kurzerhand zu einem verkaufsoffenen Samstag "Am Steinkamp" auf.

Auf den besonderen Aktionstag wurden Abteilungsleiter vom Möbel Jähnichen Center Holger Kucharczyk und seine Stellvertreterin Maren Brehm häufiger angesprochen. "Die Kunden sind traurig, dass wir nicht mehr am Sonntag mitmachen dürfen", sagten sie. Viele Menschen, die lange nicht mehr in den Geschäften "Am Steinkamp" waren oder noch nie das Möbel Jähnichen Center besucht hätten, kämen meistens zu besonderen Anlässen wie einem verkaufsoffenen Sonntag vorbei.

Auch Familien nutzten oft die Einkaufsmöglichkeit am Sonntag für einen Ausflug, wo es Attraktionen wie Hüpfburgen, Spiele, Kinderschminken und Ähnliches für Kinder gebe. Aber nicht nur diese Kunden fallen nun weg, sondern auch die besondere Stimmung, die ein verkaufsoffener Sonntag mit sich bringt, so Brehm. "Wir haben das schon gerne gemacht."

Media-Markt-Stade-Geschäftsführer Marco Kieper-Lenz ließ alle Rabatt-Aktionen seines Marktes für den verkaufsoffenen Samstag mit roten Luftballons kennzeichnen und war begeistert über das Ergebnis. "Die Leute haben unsere Aktion erstaunlich gut angenommen", so Kieper-Lenz. Viele Kunden seien in den Media-Markt gekommen und hätten positiv auf die ungewöhnliche Gegenaktion reagiert. Auch die sozialen Medien machte sich Kieper-Lenz zunutze: Über Facebook bewarb das Unternehmen den verkaufsoffenen Samstag und stellte die eigens für den Tag gewährten Angebote vor. Und das mit Erfolg. Mitarbeiter Heiko Scherer aus der Fernseher-Abteilung verkaufte im Nu eine ganze Palette Fernseher, die zum Schnäppchenpreis angeboten worden waren. "Die Leute warteten schon morgens vor der Tür", so Scherer. Auch der Ideengeber zum verkaufsoffenen Samstag, Björn Herrmann, freute sich über die hohe Frequenz an Kunden.

Marion Schelke aus Drochtersen war alles andere als begeistert von der neuen Regelung der Stadt. "Ich finde das nicht in Ordnung", meinte sie. Die Bestimmung sei blödsinnig, denn es gehe auch um die Angestellten und nicht nur um die Innenstadt. Zudem wohne nicht jeder in der Stadt, um das Angebot des verkaufsoffenen Sonntags dort zu nutzen. Ihrer Meinung nach sollte der verkaufsoffene Sonntag für jeden, der ein Gewerbe hat, zählen. "Gleiches Recht für alle", meinte sie.

Für Kinder gab es beim Marktkauf Stade viel zu entdecken. "Unsere Aktionen sind gut angenommen worden", so der Geschäftsführer Hartmut Holst. Und nicht nur die einzelnen Geschäfte boten eine Vielzahl an Rabatten an, sondern es gab eine gemeinsame Aktion: Ein E-Scooter im Wert von 699 Euro wurde verlost. Im Großen und Ganzen verlief der verkaufsoffene Samstag erfolgreich und zeigte, was Hartmut Holst sagte: "Wir gehören am Steinkamp zusammen."

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