Gasunie beginnt mit Trassenvorbereitung
Neue Erdgaspipeline: Bauvorbereitungen im Landkreis Stade starten
- An der Trasse für die künftige Erdgasleitung haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen
- Foto: Gasunie
- hochgeladen von Jörg Dammann
Die Vorbereitungen für ein wichtiges Infrastrukturprojekt zur künftigen Gasversorgung Deutschlands schreiten zügig voran: Im Landkreis Stade laufen die ersten Maßnahmen für den Bau einer Erdgaspipeline an. Die etwa 87 Kilometer lange Energietransportleitung ETL 182 soll künftig Erdgas, das über das in Bau befindliche LNG-Terminal in Stade importiert wird, nach Achim (Landkreis Verden) transportieren, um es dort in das überregionale Erdgasnetz einzuspeisen.
- Die Kartenskizze zeigt, durch welche Kommunen im Landkreis Stade die Erdgasleitung verläuft
- Foto: Gasunie
- hochgeladen von Jörg Dammann
Vorbereitende Arbeiten haben begonnen
Der Betreiber des Erdgasnetzes, das Unternehmen Gasunie Deutschland, hat mit den vorbereitenden Arbeiten entlang der geplanten Trasse begonnen, die von der Elbe (Einspeisepunkt Elbe-Süd) in südwestlicher Richtung quer durch den Landkreis verläuft und bei Brest die Kreisgrenze passiert. Zu den Arbeiten gehören archäologische Untersuchungen und die Prüfung auf Kampfmittel. Im Kreisgebiet entstehen derzeit fünf von insgesamt 15 Rohrlagerplätzen entlang des gesamten Trassenverlaufs. Die Lagerplätze werden in Steinkirchen, Agathenburg, Steinbeck, Bargstedt und Klein Wohlerst errichtet. Sie dienen als logistische Knotenpunkte für die spätere Verlegung der Pipelinerohre.
In diesem Zuge werden auch Zufahrten zu den Lagerplätzen ausgebaut und notwendige Geräte sowie Materialien angeliefert. Aktuell sind rund 20 Baustellenfahrzeuge im Einsatz. Gasunie weist darauf hin, dass vor Ort mit leicht erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Ab Oktober soll die Bestückung der Rohrlager mit den ersten Rohrsegmenten beginnen. Dafür sind vermehrte Lkw-Fahrten vorgesehen. Der Baustellenverkehr ist gemäß den Planfeststellungsunterlagen geregelt und unterliegt strengen Auflagen zum Umwelt- und Naturschutz.
- Der Boden entlang der Trasse wird gründliche untersucht
- Foto: Gasunie
- hochgeladen von Jörg Dammann
Die Rohre der Gaspipeline werden einen Innendurchmesser von 1,40 Meter haben und rund ein Meter tief von Erdreich bedeckt sein. Die Verlegung erfolgt größtenteils in offener Grabenbauweise, mit punktuellen Abschnitten in geschlossener Bauweise, um die Oberflächen zu schonen. Vorgesehen ist die Einrichtung eines zwölf Meter breiten Schutzstreifens. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für Ende 2027 geplant.
Gasunie betont, dass die Bundesregierung mit dem LNG-Beschleunigungsgesetz die nationale Bedeutung der geplanten Erdgasleitung ETL 182 zum Ausdruck gebracht habe. Diese Leitung sei für die sichere Gasversorgung Deutschlands besonders dringlich. Deren schnellstmögliche Errichtung diene "dem zentralen Interesse an einer sicheren ... Gasversorgung in Deutschland". Die Leitung soll darauf ausgelegt werden, künftig auch Wasserstoff transportieren zu können.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
|
| Webseite von Jörg Dammann | |
| Jörg Dammann auf Facebook | |
| Jörg Dammann auf Instagram | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.