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Gehen die Veranstaltungen Punkt für Punkt durch: Bürgermeisterin Silvia Nieber (Mitte) und Sophie Hagebölling von der Wirtschaftsförderung mit Vertretern von Stade aktuell (v. li.): Wolfgang Drusell, Jochen Köhler und Gerhard Hoffmann
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Wer soll ab 2018 die Feste in der Stadt Stade durchführen?

sb. Stade. Noch 15 Monate organisiert die Arbeitsgemeinschaft "Stade aktuell" mit ihrer Veranstaltungs-GmbH ihre klassischen Events vom Trödel- bis zum Weihnachtsmarkt. Ende 2017 wird sich die GmbH dann auflösen. Wie das WOCHENBLATT berichtete, sehen sich die Mitglieder von "Stade aktuell" nicht mehr in der Lage, die Veranstaltungen ehrenamtlich zu organisieren und durchzuführen. "Wir wollen uns wieder stärker und intensiver als bisher der Interessenvertretung des innerstädtischen Handels- und Dienstleistungsgewerbes widmen", sagt Vereinsvorsitzender Wolfgang Drusell.

Schon jetzt laufen Gespräche mit der Stadt Stade und deren Wirtschaftsförderung, wie und in welchem Rahmen sich die Festivitäten fortsetzen lassen. "Stades Attraktivität wird auch durch diese Veranstaltungen geprägt", sagt Bürgermeisterin Silvia Nieber. Zurzeit gehen die ehrenamtlichen Organisatoren mit Vertretern der Stadt alle Termine durch und suchen nach Lösungen für eine Fortsetzung.

Schon jetzt zeichnet sich ab: Die Organisation der Festivitäten sollen überwiegend in örtlicher Hand bleiben. "Viele Städte vergeben Events an Agenturen", sagt Gerhard Hoffmann von "Stade aktuell". "Aber dann verlieren diese auch schnell ihren regionalen Charakter." Das gelte insbesondere für den Stader Weihnachtsmarkt, der mit der Budenmeile in der Altstadt und seinem Kunsthandwerkermarkt im historischen Rathaus für Gemütlichkeit und Heimatverbundenheit steht. Anders sei es beim Winzerfest im Juli, dass schon jetzt über einen externen Veranstalter, die Firma Lampenfieber, durchgeführt wird. "Das hat sich bewährt und der Vertrag läuft bis 2020 weiter", so Drusell.

Das Stader Altstadtfest im Juni könnte eventuell vom Fachbereich Bildung, Soziales und Kultur der Hansestadt Stade fortgeführt werden. Diese Abteilung organisiert bereits erfolgreich das Hansesongfestival und das Festival "Müssen alle mit". Die Ausführung des Kindertags im September könnte die Jugendarbeit der Stadt übernehmen. Erste Gespräche mit Stadtjugendpfleger Marc Olszewski haben bereits stattgefunden. Zum Shantychor-Festival im Oktober hat noch kein Gesprächstermin stattgefunden, eine Möglichkeit wäre, dieses Event an Stade-Tourismus zu vergeben. Das Laternenfest im November wird schon jetzt in Zusammenarbeit mit der St.-Wilhadi-Kirche durchgeführt. Eventuell wird die Kirchengemeinde das Fest ab 2018 komplett übernehmen. Beim Weihnachtsmarkt wird die Wirtschaftsförderung der Stadt Stade den Organisatoren von Stade aktuell in den kommenden Monaten über die Schulter schauen. Gemeinsam sollen verschiedene Möglichkeiten einer Fortführung erarbeitet werden.

Bleiben die Trödelmärkte in Frühjahr und Herbst sowie die Verbrauchermesse "Stade aktuell" im April. "Stade aktuell" hat Interesse bekundet, die Trödelmärkte auch in Zukunft zu leiten. Bei der Messe gibt es erste Gespräche mit dem Stadeum bezüglich einer Fortführung. "Diese Veranstaltung wird jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren ein Relaunch erfahren", sagt Silvia Nieber. "Denn die Zukunft liegt mehr in themengebundenen Verbraucherschauen, z.B. Gesundheit."

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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