Stade: Jugendliche entdecken die berufliche Vielfalt

Mehr als 4.000 Besucher wurden bei der Ausbildungsmesse im Stadeum gezählt
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Buntes Angebot auf der Ausbildungsmesse im Stadeum

sb. Stade. "Habt Ihr Spaß an Chemie und Naturwissenschaften?", fragt Wiebke Schneider und hält eine Gruppe Jugendlicher auf, die am Mittwoch über die Ausbildungsmesse im Stadeum schlendern. Einer der jungen Männer winkt ab: "Nein danke, ich möchte Straßenwärter werden", sagt er. Die anderen jedoch treten näher und kommen mit der Ausbilderin des Pharmakonzerns Lohmann aus Cuxhaven ins Gespräch. "Man sollte die Jugendlichen auf so einer Ausbildungsmesse ruhig gezielt ansprechen", sagt Wiebke Schneider, nachdem die Schüler weitergezogen sind. "Viele sind etwas schüchtern, trauen sich nicht, die Ausbilder an den Ständen zu befragen und lassen sich so die Chance entgehen, sich wirklich rundum zu informieren."

Über gute Gespräche freute sich Uwe Käppler am Stand der Tischler-Innung Stade. Der Stader Unternehmer ludt mit den beiden Auszubildenden Niclas Schacht und Jakob Prasch dazu ein, einmal einen Hobel in die Hand zu nehmen und das Arbeiten mit Holz kennenzulernen. "Leider hatten wir bisher nur Jungs an unserem Stand", bedauerte Käppler. "Dabei können auch Frauen in diesem Beruf erfolgreich sein, weil die Arbeit dank Maschinen körperlich weniger anstrengend geworden ist."

Vielseitig präsentierte sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Stade auf der Ausbildungsmesse. Auszubildende und Ausbilder informierten über verschiedene Berufsbilder vom Rettungsassistenten bis zum Altenpfleger. Zusätzlich berichtete Inge Kramer vom DRK im Rahmen einer Vortragsreihe über den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Weitere Themen der Reihe mit verschiedenen Referenten waren "Polizei - sei dabei!" oder "Das Vorstellungsgespräch".

Insgesamt umfasste die Ausbildungsmesse im Stadeum rund 70 Stände. Mehr als 4.000 Schüler und Eltern aus dem gesamten Landkreis Stade reisten an, um Betriebe und Berufsbilder kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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