Hoffnung auf Tagestouristen nach Corona
Tourismusverband im Landkreis Stade als Krisenhelfer

Dr. Monika Rulle leistet zurzeit vor allem Beratungshilfe für Mitglieder
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  • Foto: Tourismusverband Landkreis Stade
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Stade. Das Blütenfest in Jork ist abgesagt und selbst wenn die Sonne vom Himmel strahlt und die Bäume auf den Obstplantagen in voller, prächtiger Blüte stehen, ist das Alte Land als Herzstück des Tourismus im Kreis Stade verwaist. Totentanz statt Hochsaison im Frühjahr. Wie gehen die Tourismusexperten vom Tourismusverband Landkreis Stade damit um? Das WOCHENBLATT hat bei der Geschäfsführerin Dr. Monika Rulle nachgefragt.

"Zurzeit leisten wir vor allem Beratung für unsere Mitglieder", erklärt sie. Wer könne welche Mittel wo bekommen, wie können Arbeitnehmer, die derzeit nicht in Gastronomie oder Hotellerie arbeiten, anderen, die Jobs haben, überlassen werden. "Der Beratungsbedarf ist groß", sagt Monika Rulle. Die oberste Tourismuswerberin im Kreis Stade sieht sich derzeit weniger mit Marketingstrategien, sondern mit politischer Lobbyarbeit für ihren Sektor gefordert: "Wir brauchen Geld, das bleibt, und nicht nur Kredite zur Überbrückung von Notlagen." Tourismus und Gastronomie sei ein Geschäft, bei dem viele Akteure keine großen Rücklagen bilden konnten. "Die haben daheim kein Säckel mit Geld. Die Hilfe muss massiv werden", lautet daher ihre Forderung.

Natürlich rückt auch die Zeit nach Corona nicht gänzlich aus dem Blick. So will der Tourismusverband einen Blog starten, "um das Alte Land nach draußen zu tragen", erklärt Monika Rulle. Die großen Messen seien alle gelaufen - bzw. abgesagt -, so dass sich die Urlaubsregion "Altes Land am Elbstrom" dort nicht mehr für die Zeit  nach der Pandemie präsentieren könne.

Gleichwohl gibt es natürlich das Prinzip Hoffnung: Dann, wenn alle Beschränkungen fallen, werden viele Menschen Lust auf Ausflüge und ihre wiedergewonnene Freiheit haben. "Wir setzen auf Tagestouristen", so Rulle. Was bietet sich schließlich besser an als ein Tagestrip, um die Zeit des Eingesperrtseins hinter sich zu lassen. Vor allzu viel Optimismus warnt die Tourismusexpertin aber: Man müsse abwarten, denn eine halbwegs genaue Prognose, wann das Leben, und damit auch der erhoffte Besucheransturm, wieder beginnen, sei derzeit nicht möglich.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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