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Appell an Wildgriller: "Kohle nicht liegenlassen!"

Obwohl direkt daneben eine Mülltonne steht, haben Griller am Lühe-Anleger ihre Kohlereste einfach liegen lassen (Foto: lt)
lt. Altes Land. Mit einem dringenden Appell an alle "Wildgriller" wendet sich eine Mutter* aus dem Alten Land an das WOCHENBLATT: "Bitte lasst Eure heißen Kohlen nicht einfach liegen", sagt die Frau. Ihre Tochter (6) habe sich kürzlich an den Grillkohleresten von Unbekannten die Finger verbrannt. Die noch heißen Briketts lagen direkt neben dem Spielplatz am Lühe-Anleger auf dem Rasen, so die Mutter.
Das Problem ist Gerd Buchner vom Ordnungsamt der Samtgemeine Lühe bekannt. Noch verheerender seien heiße Grillkohlen, die am Strand im Sand verbuddelt würden und dadurch zur gefährlichen Tretmine würden. Leider komme das - vor allem in Bassenfleth - ab und an vor.
Auch Buchner appelliert dringend an alle Grillfreunde, ihren Müll wieder mitzunehmen und insbesondere die Kohle zu entsorgen und auf keinen Fall einfach liegen zu lassen. Wenn sich Beschwerden über Wildgriller häufen würden, müsse die Samtgemeinde womöglich darüber nachdenken, das öffentliche Grillen per Verordnung zu verbieten, so Buchner.
Grundsätzlich sei Grillen in der Öffentlichkeit erlaubt, wenn andere nicht durch den Rauch belästigt werden, sagt Polizei-Pressesprecher Rainer Bohmbach. Handele es sich jedoch um Privatgrundstücke, auf denen fremde Personen ihre Grills anschmeißen, könne der Eigentümer die Wildgriller wegen Hausfriedensbruch anzeigen.
Ein Straftatbestand (Körperverletzung) sei auch dann gegeben, wenn sich jemand an den heißen Kohlen verbrenne. Leider sei es aber meist sehr schwer, die Verantwortlichen zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
*Name der Redaktion bekannt