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Auch Bevölkerungsschutz war Thema
CDU-Landtagsabgeordneter Jan Bauer in Winsener Realschule

CDU-Landtagsabgeordneter und DRK-Vizepräsident Jan Bauer bei seinem Vortrag vor den Winsener Realschülern | Foto: Neises
  • CDU-Landtagsabgeordneter und DRK-Vizepräsident Jan Bauer bei seinem Vortrag vor den Winsener Realschülern
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Was passiert, wenn plötzlich das Licht ausgeht? Wenn Handys stumm bleiben, Geldautomaten nicht mehr funktionieren und der Einkauf im Supermarkt unmöglich wird? Wie gut sind wir auf solche Situationen vorbereitet? Um diese Fragen ging es bei einem Vortrag während der jüngsten gesellschaftlich-politischen Projekttage des 9. Jahrgangs der Winsener Johann-Peter-Eckermann-Realschule. Referent war Jan Bauer, CDU-Landtagsabgeordneter und Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Harburg-Land.

Anlass des Vortrags war der bundesweite Bevölkerungsschutztag, der jetzt in Freiburg stattfand. Mit der zentralen Veranstaltung wollten das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Bundesinnenministerium und die Länder die Bürger für Krisenvorsorge, Selbstschutz und ehrenamtliches Engagement sensibilisieren.

Jan Bauer sprach in Winsen mit den Schülern über aktuelle Herausforderungen des Bevölkerungs- und Zivilschutzes. Dabei ging es um Naturkatastrophen, die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, die Auswirkungen des Klimawandels sowie um die Frage, wie Deutschland auf Krisen und außergewöhnliche Notlagen vorbereitet ist.

Wie schnell eine moderne Gesellschaft an ihre Grenzen geraten kann, verdeutlichte Bauer anhand des großflächigen Stromausfalls in Berlin Anfang Januar. Nach einem Anschlag auf die Stromversorgung waren zeitweise rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen betroffen. Das Beispiel machte den Jugendlichen deutlich, wie abhängig nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens von einer funktionierenden Infrastruktur sind – von Kommunikation und Versorgung bis hin zur Mobilität.

Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) zur privaten Krisenvorsorge. Die Behörde rät, Vorräte für zehn Tage anzulegen. Dazu gehören Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente sowie Hilfsmittel wie Taschenlampen, Batterien oder ein batteriebetriebenes Radio. Für die persönliche Vorsorge kalkuliert das BBK mit rund zwei Litern Flüssigkeit und etwa 2.200 Kilokalorien pro Person und Tag. Für einen Zehn-Tage-Vorrat kommen so allein beim Trinkwasser bereits 20 Liter pro Person zusammen.

Neben der persönlichen Vorsorge erörterte Jan Bauer auch die Bedeutung des DRK im Bevölkerungsschutz. Moderne Katastrophenschutzkonzepte gehen dabei laut dem Referenten weit über die klassische Notfallrettung hinaus. Im Ernstfall richten Hilfsorganisationen Notunterkünfte ein, versorgen Betroffene mit Lebensmitteln und Trinkwasser, leisten sanitätsdienstliche Hilfe und unterstützen Menschen in belastenden Ausnahmesituationen. Ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz - so Bauer - könne nur durch das Zusammenspiel von staatlichen Stellen, Hilfsorganisationen und einer gut vorbereiteten Bevölkerung funktionieren.

Für die Eckermann-Realschüler wurde dabei deutlich, dass Bevölkerungsschutz weit mehr ist als eine Aufgabe von Behörden, Feuerwehr, THW oder DRK. Er beginnt im Alltag – durch Erste-Hilfe-Kenntnisse, Blutspenden, ehrenamtliches Engagement oder die Bereitschaft, Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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