Wenn der Regen ausbleibt
Gießkanne statt Gleichgültigkeit
- Vor fünf Jahren haben wir rund 300 Pflanzen in die Erde gebracht
- Foto: Anika Werner
- hochgeladen von Anika Werner
Liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie es auch bemerkt? In den vergangenen Wochen ist kaum Regen gefallen. Die Böden sind ausgetrocknet, Büsche und Bäume kämpfen ums Überleben, und auf vielen Wiesen knirscht das Gras unter den Füßen. Die Wetterprognosen deuten auf einen heißen Sommer hin – höchste Zeit, dass wir gemeinsam hinschauen.
Denn oft beginnt Engagement im Kleinen. Vielleicht wächst direkt vor Ihrer Haustür ein junger Straßenbaum, der dringend Wasser braucht. Wer ab und zu mit einer Gießkanne oder einem Eimer vorbeischaut, kann helfen, ihn durch den Sommer zu bringen. Solche Gesten sind nicht nur gut für die Pflanzen, sie stärken auch das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Ich selbst habe vor unserem Grundstück eine Fläche übernommen, ursprünglich für Rasen vorgesehen. Stattdessen haben wir rund 300 Pflanzen gesetzt: Schmetterlingsflieder, Salbei, Katzenminze, Rosen und viele weitere. Heute summt und brummt es dort in allen Ecken – ein blühender Naschgarten für Insekten, gepflegt mit Liebe, Rückschnitt und regelmäßigem Gießen. Ich sehe täglich, wie viel Leben entsteht, wenn man Verantwortung übernimmt.
Und auch Menschen ohne eigenen Garten können aktiv werden. In Winsen gibt es zahlreiche Bäume und Grünflächen, die Unterstützung gebrauchen könnten. Wer darüber hinaus Lust aufs gemeinsame Gärtnern hat, kann sich an den Förderverein Gartenschau Winsen e. V. wenden. Dieser betreut die Luhe-Gärten und freut sich über jede helfende Hand – und über neue Ideen, wie sich die Flächen noch naturnaher gestalten lassen.
Beste Grüße,
Anika Werner
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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