Komplett-Sanierung der alten Scheune: 20.000 Euro für ein echtes "Mammunt-Projekt"

Symbolische Scheckübergabe: Die DSD fördert jetzt die Grundsanierung der alten Krümser Scheune im Ortteil Drage mit 20.000 Euro
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Mit 20.000 Euro unterstützt daher jetzt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Gesamtinstandsetzung des baufälligen Gebäudes in der Krümser Straße.
Symbolisch übergaben dazu in der vergangenen Woche Professor Dr. Paul Georg Lankisch, DSD-Ortskurator Lüneburg, und Tomas Köpping von Loto-Totto Niedersachen, den beiden Eigentürmern, Denise und Stefan Bez, den Spendenscheck, der für die Erneuerung der Dacheindeckung der Fachwerkkonstruktion eingeplant ist.
Was sich Denise und Stefan Bez, beide zogen 2015 von Hamburg nach Drage, mit der Scheunen-Sanierung auf die Fahnen geschrieben haben, ist wahrlich ein "Mammut-Projekt": Rund 300.000 Euro Sanierungkosten müssen mindestens für die rund 250 Quadratmeter große Längsdurchfahrtsscheune, die ursprünglich als Heu- und Gerätelager diente, eingeplant werden.
Dennoch weiß Famile Bez weiß ganz genau genau, was sie tut: Die Eheleute sind ausgebildete Innenarchitekten und renovierten bereits von 2012 bis 2015 das rund 450 Quadratmeter große Hauptgebäude, das aus dem Jahr 1878 datiert ist.
Auch die ebenfalls zum denkmalgeschützten Ensamble gehördende, komplett zerstörte Remise, baute die Familie liebevoll und detailgetreu wieder auf, bevor nun die Scheune im Herbst dieses Jahres den Abschluss der jahrelangen Sanierungsarbeiten bilden wird.
"Eine Sanierung eines so alten Gebäudes ist eigentlich kaum planbar. Auch wenn man die Baukosten in etwa abschätzen kann, sind es gerade die Detailarbeiten, die unvorhergesehen und vor allem wahnsinnig kostspielig sind", weiß Stefan Bez (47) aus eigener Erfahrung.
Und die Schäden an der Scheune sind enorm: So ist nahezu das gesamte Außenfachwerk zerstört, Reparaturen an der der Südtraufe sowie am Innenfachwerk sind dringend notwendig. Auch die Reetdeckung ist fast vollständig verlustig und es gibt starke Gründungsschäden durch das angewachsene Gelände. "Wir haben im Vorwege eine vollständige Schadensdokumentation und die Erstellung eines Sanierungskonzepts durch einen Architekten vornehmen lassen, damit wir wissen, was in etwa auf uns zukommt", erzählt der zweifache Familienvater, der als Inneneinrichter und Ausbauer für Kreuzfahrtschiffe tätig ist.
Die Fertigstellung des Großprojektes ist für das kommende Jahr geplant. Wie dann die Nutzung des Gebäudes erfolgen soll, ist derzeit noch völlig offen. "Wir haben zeitweise an eine gewerbliche Nutzung, vielleicht an eine Art Café oder als Veranstaltungsfläche gedacht. Mittlerweile wollen wir aber ersteinmal mit allem fertig werden, alles andere ist schlichtweg 'Liebhaberei'", so Stefan Bez, für den die Förderung aus der privaten Stiftung ein riesiger Motivationsanschub ist, abschließend.
Das Anwesen in Krümse ist eines von über 360 Projekten, das die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mitteln der "Lotterie GlücksSpirale" bereits allein in Niedersachsen fördern konnte. Weitere Informationen zur Stifung unter https://www.denkmalschutz.de/aktuelles.html

Redakteur:

Sara Buchheister aus Winsen

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