Realschule Winsen: Video-Call und Live-Chats zur Berufsorientierung

Über einen Video-Chat konnten sich die Schüler jetzt viele
hilfreiche Tipps für die Berufsfindung holen   Foto: Neises
  • Über einen Video-Chat konnten sich die Schüler jetzt viele
    hilfreiche Tipps für die Berufsfindung holen Foto: Neises
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thl. Winsen. Berufsorientierung ist fester Bestandteil der Lehrpläne an der Johann-Peter-Eckermann-Realschule. Daher hat Lehrerin Anika Hafner, schuleigene Beauftragte für Berufsorientierung, gemeinsam mit der Schulleitung ein Paket geschnürt, damit die Lehrkräfte ab der achten Klasse problemlos diese in den Distanzunterricht integrieren können und gleichzeitig die Schüler ein breitgefächertes Angebot in Sachen Berufsfindung erhalten.
Unter dem Schlagwort "Berufsorientierung digital" gewann Hafner nicht nur die derzeitigen Kooperationspartner Feldbinder Spezialfahrzeugwerk und das DRK Harburg-Land für virtuelle Imagefilme und Vorträge, sondern stieß auch bei der Wirtschaftsförderung der Stadt auf offene Ohren. Über das von Wirtschaftsförderer Markus Trettin etablierte Netzwerktreffen Schule-Wirtschaft wurden regionale Firmen, vor allem aus dem Handwerk, gefunden, die in kurzen Filmen Schülern aller Winsener Schulen ihre Berufsfelder vorstellen.
"Eine großartige Idee und Initiative von der Eckermann-Realschule", so Trettin. "Denn so können auf pragmatische Weise Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten nähergebracht werden." Darüber hinaus begeisterte Anika Hafner auch Heiko Maaß von der AOK für ein digitales Bewerbungstraining. Interessierten Schülern der neunten und zehnten Jahrgangsstufe gab er so hilfreiche Tipps für das sogenannte "Online-Azubi-Recruiting". Weiß Maaß doch aus vielen Gesprächen mit Personalverantwortlichen, dass gerade in Zeiten von Corona Live-Chats und Video-Calls das Mittel der Wahl sind, um die oder den richtigen Auszubildenden zu finden. In Jogginghose vor der Webcam sei dann eher eine ungünstige Performance, gibt auch Maria Rintorf von der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen den Jugendlichen zu bedenken. Auch sie steht in digitalen Beratungsgesprächen verunsicherten Schülern mit zahlreichen Tipps zur Seite. Oftmals sei aber auch einfach nur das Zuhören und Verständnis für die Sorgen und Nöte wichtig, weiß sie aus den vielen Gesprächen zu berichten.
Ein ebenfalls wichtiger Partner in Sachen "Berufsfindung und Berufswahl" ist für die Realschule aber auch die berufsbildende Schule Winsen. Schulleiter Thomas Degen musste nicht lange überlegen, um ebenfalls mit seinem Team digitale Informationen bereitzustellen.
Der veränderte Bewerbungsprozess stellt so manchen Jugendlichen aber auch vor ganz andere Probleme, weiß Hafner aus dem Schulalltag zu berichten. Mal ist es der fehlende Laptop, mal die Webcam oder das Headset, welches nicht vorhanden ist. Gut, wenn man dann mit dem Schul-träger einen verlässlichen Partner an der Seite hat, der den Schulen bei der technischen Grundausstattung unter die Arme greift. "Neben Schulbüchern leihen wir nun digitales Equipment aus", unterstreicht Anika Hafner.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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