B-Plan wurde angeschoben - Planungsausschuss votiert für Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am Hanse-Kreisel

So könnte der fertige Bau später aussehen
  • So könnte der fertige Bau später aussehen
  • Foto: Oertzen Projektentwicklung BDS Architekten
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Mit sieben Ja- und zwei Nein-Stimmen von den Grünen hat der Planungsausschuss der Stadt die Aufstellung des Bebauungsplanes Am Hansekreisel empfohlen. Wie das WOCHENBLATT berichtete, will der Projektentwickler Jens-Peter Oertzen dort rund 15 Millionen Euro investieren und auf dem Areal zwischen Hamburger Straße und Mittelster Weg ein modernes Wohn- udn Geschäftshaus errichten.
Das Projekt sei aus städtebaulicher Sicht eine gute Lösung, leitete Stadtplaner Alfred Schudy den Tagesordnungspunkt ein. Die Vewaltung begrüße die Planung, die Winsen weiter bringen würde. Im Verfahren würden die geplante Verkehrsanbidnung an den Kreisel sowie die Innenstadtrelevanz für den geplanten Einzelhandel an dieser Stelle überprüft werden, so Schudy weiter.
Und genau dort hakten die Gruppe Grüne/Linke ein. "Ein Ladenzentrum an dieser Stele wird Auswirkungen auf die Innenstadt haben", sagte Tim Lehmann. "Zudem halte ich den Bedarf für Büroflächen dort für fraglich." Große Zweifel hegten die Grünen auch an der verkehrlichen Erschließung. "Schon jetzt ist die Situation dort sehr unübersichtlich" so Lehmann weiter.
Sein Parteikollege Dr. Erhard Schäfer setzte noch einen obendrauf, in dem er das gesamte beschleunigte Bebauungsplanverfahren für fehlerhaft erklärte. "Die Fläche liegt eher im Aussenbereich, höchtens aber am äußersten Rand des Innenbereiches. Das hat Auswirkungen auf das gesamte Verfahren, weil jetzt z.B. eine Umweltträglichkeit nicht geprüft wird, die es aber geben müsste", so der Grüne. Überhaupt sei das Grundstück zu einem Spekulationsobjekt verkommen, das solle die Stadt nicht unterstützen.
Die anderen Parteien waren da gänzlich anderer Meinung. "Wenn ich hier im Ausschuss Stimmrecht hätte, würde ich zustimmen", sagte FDP-Mann Nino Ruschmeyer. Und für den AfD-Ratsherrn Lutz Huber ist das "ein attraktives Bauwerk, das ein weiteres Tor für Winsen wird". Auch CDU und SPD stehen den Plänen positiv gegenüber. Es gege jetzt nur darum, mit den konkreten Planung zu beginnen, alles andere würde sei im laufenden Leitverfahren zu bewerten, das einen offenen Ausgang habe, hieß es von den beiden Parteien.

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