Rückblick der Stadt Winsen
Jahresrückblick 2025: Winsen investiert, wächst und stärkt das Miteinander

2025 hat die Stadt zahlreiche Projekte angestoßen, die das Miteinander und die Lebensqualität stärken | Foto: Anika Werner
  • 2025 hat die Stadt zahlreiche Projekte angestoßen, die das Miteinander und die Lebensqualität stärken
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Im Jahresrückblick 2025 zeigt sich die Stadt Winsen (Luhe) als Kommune im Aufbruch. Ehrenamtliches Engagement, solide Haushaltsführung und zahlreiche Bau- und Infrastrukturprojekte prägen das vergangene Jahr.

Engagement bleibt unverzichtbar

Ehrenamt bildet das Rückgrat der Winsener Stadtgesellschaft. Auch 2025 setzten sich viele Menschen freiwillig für ihre Mitbürger ein. Der Dank der Verwaltung ging an alle, die sich einbringen. Gewürdigt wurde dieses Engagement mit der Verleihung der „Winsener Luhe-Kiesel“. Ausgezeichnet wurden Michael Angermeier, Hartmut Blecken, Winfried Bremer, Birgit und Rainer Selle sowie das Bistro-Team des Luhe-Gymnasiums. Der Junior-Kiesel ging an Fynn Maximilian Wiebe.

Haushalt besser als gedacht

Trotz landesweit angespannter Haushaltslagen fällt Winsens Bilanz positiv aus. Die Stadt verzeichnete 2025 ein höheres Steueraufkommen als geplant. Die Gewerbesteuereinnahmen lagen mit über 21 Millionen Euro rund drei Millionen über der Prognose. Die Neuverschuldung blieb unter dem Plan. Die Gesamtverschuldung liegt rund 20 Prozent unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen. 20,4 Millionen Euro flossen in Investitionen, davon 17,4 Millionen in Baumaßnahmen.

Kritik an der Kreisumlage

Am 18. Dezember beschloss der Rat den Haushalt für die kommenden zwei Jahre. Trotz erheblicher Belastung durch eine massive Erhöhung der Kreisumlage gelang ein stabiler Finanzplan. Der Bürgermeister kritisierte das Vorgehen des Landkreises Harburg als unsolidarisch und als Belastung für die kommunale Zusammenarbeit.

Großprojekte für Bildung und Begegnung

Mit der neuen Zweifeld-Sporthalle für die Alte Stadtschule und dem angrenzenden „BegegnungsRaum Bleiche“ wurden zwei Großprojekte fertiggestellt. Die Kosten lagen bei über zwölf Millionen Euro, Fördermittel entlasteten die Stadt.

In Stöckte entsteht eine neue dreizügige Grundschule. Seit April laufen die Bauarbeiten, im Dezember wurde Richtfest gefeiert. Teile des Gebäudes sollen mit dem Schuljahr 2026/27 in Betrieb gehen. Parallel wird die Alte Stadtschule erweitert und saniert.

Naturbad, Wohnraum und Stadtsanierung

Im Mai öffnete das erste klimaneutrale Naturbad Europas im Eckermannpark. Das zugehörige Funktionsgebäude wurde kurz vor der Eröffnung durch einen Brand beschädigt. Die Klärung versicherungsrechtlicher Fragen läuft.

Zwei neue Wohnanlagen für Geflüchtete mit insgesamt 54 Wohnungen wurden fertiggestellt, in Hagebuttenweg und „Im Saal 22“. Die Stadt lud zu Nachbarschaftsfesten ein.

Große Fortschritte gab es auch in der Innenstadt. Die Umgestaltung der Einkaufsstraßen geht nach vier Jahren in die Zielgerade. Im November wurde die Brücke über die Mühlen-Luhe für 250.000 Euro instandgesetzt.

Straßen, Haltestellen und Schulen

Die Tiefbauabteilung arbeitete an der Norderbülte, der Straße „Kuhhagen“ in Tönnhausen und an der Erschließung in Stöckte und Laßrönne. Sieben Bushaltestellen wurden barrierefrei ausgebaut, der Gehweg im Heidlandsweg saniert.

Alle Schulen sind nun mit digitalen Tafeln ausgestattet. Weitere Maßnahmen: neue Spielgeräte, LED-Beleuchtung, PV-Anlagen, neue Fußböden und sanierte Toiletten.

Kita-Ausbau und neue Spielplätze

In Tönnhausen entstand eine neue Kita mit PV-Anlage. Weitere energetische Modernisierungen erfolgten in Borstel, Luhdorf, Pattensen und Scharmbeck. Neue Kita-Plätze entstehen in Luhdorf und in einem erworbenen Gebäude in der Bahnhofstraße.

Spielplätze wurden unter anderem in Hoopte, Norderbülte und Osterbülte modernisiert oder neu angelegt. Eine Nachbarschaft im Kastanienweg übernahm eine Pflegepatenschaft.

Dorfentwicklung in zwei Regionen

Die Dorfentwicklung in der „Winsener Marsch“ mit Hoopte, Laßrönne, Stöckte und Tönnhausen ist abgeschlossen. In zehn Jahren flossen rund 6,5 Millionen Euro in öffentliche Projekte.

Neu gestartet ist die Entwicklung der „Winsener Geest“ mit Bahlburg, Pattensen und Scharmbeck. Erste Förderanträge liegen vor.

Wachsende Stadt mit neuem Wohnraum

Die Einwohnerzahl stieg auf rund 38.600. Neue Baugebiete wie „Kleiner Brümmelkamp“, „Am Luhedeich“ und „Zum Dornhagen“ wurden entwickelt. Die Stadt nutzt neue rechtliche Möglichkeiten, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Planungen für Bildung, Jugend und Energie

Neue Planungsgrundlagen entstanden für die Schule in Stöckte, ein Jugendzentrum am Schlossring, ein Feuerwehrgebäude in Borstel sowie neue Windenergieanlagen in Scharmbeck-Grevelau und Pattensen-Ost. Ein kommunaler Wärmeplan liegt vor.

Veranstaltungen und Beteiligung

Das Familienbüro bot Aktionen für Senioren. Die Bibliothek veranstaltete 189 Angebote für Kinder und Familien. Das Stadtmarketing organisierte das Stadtfest, ein Pub-Quiz und das Dahlienfest.

Erstmals beteiligte sich Winsen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Der Jugendrat und das Jugendcafé „2Late“ engagierten sich stark.

Partnerschaften und Feuerwehr gestärkt

Rege Kontakte gab es mit den Partnerstädten Pont-de-Claix, Pritzwalk, Fukui und Drezdenko. Die Partnerschaft mit Drezdenko feiert 2026 ihr 25-jähriges Bestehen.

Für die Feuerwehr wurde ein neues Drehleiterfahrzeug angeschafft. Weitere Fahrzeuge sind in Planung.

Ausblick

Winsen will auch künftig attraktiv und lebenswert bleiben. Politik und Verwaltung setzen auf Beteiligung und Zusammenarbeit – mit allen, die sich der Stadt verbunden fühlen.

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Redakteur:

Anika Werner aus Winsen

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