Winsen: Feuerwehr-Konzept veraltet
SPD fordert neuen Brandschutzplan
- Die SPD drängt auf eine Revision des bereits seit 2020 bestehenden Feuerwehrbedarfsplanes
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Die Winsener SPD-Ratsfraktion fordert dringend einen neuen Feuerwehrbedarfsplan für die Stadt Winsen. Das bisherige Feuerschutzkonzept aus dem Jahr 2020 sei überholt und reiche nicht mehr aus. Über den Antrag der Fraktion berät der Ausschuss für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Feuerschutz am 13. August 2026. Für die Bürger in Winsen und den Ortsteilen geht es nicht nur um verlässliche Sicherheit, sondern auch um den transparenten Einsatz von Steuergeldern.
Laut SPD-Bürgermeisterkandidatin Christine Glawe passt der bestehende Plan nicht mehr zur Realität vor Ort. Es fehle eine systematische Risikokategorisierung und eine notwendige Gefährdungsanalyse. „Das kostet im Ernstfall wertvolle Zeit“, warnt Glawe. Ohne diese Analysen könne der tatsächliche Bedarf der einzelnen Ortsfeuerwehren nicht präzise erfasst werden. Den Empfehlungen des Niedersächsischen Innenministeriums sowie den Änderungen der gesetzlichen Vorgaben im letzten Jahr sei in Winsen nicht Rechnung getragen worden, kritisiert Glawe.
Auch veränderte Umweltbedingungen machen ein Umdenken nötig. Zunehmende Hitzeperioden im Sommer und die steigende Gefahr von Wald- und Flächenbränden erfordern laut der SPD Winsen dringend eine Überarbeitung der Ausrüstung und moderne Einsatzkonzepte. „Ein Feuerwehrbedarfsplan darf kein starres Dokument für die Schublade sein“, betont Ausschussmitglied Wendelin Schmücker. Die Pläne müssten regelmäßig an bauliche und klimatische Entwicklungen angepasst werden, damit die Einsatzkräfte die richtige Ausstattung erhalten.
Neben dem Schutz der Bevölkerung hat die SPD dabei auch die Finanzen im Blick. In Zeiten eines Haushaltssicherungskonzeptes und einer schwierigen Finanzlage der Stadt müsse klar sein, ob Investitionen langfristig sinnvoll sind. Die Partei fordert hier mehr Transparenz und Planungsklarheit.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Schulze stellt abschließend klar, dass der Vorstoß nicht gegen die Feuerwehr gerichtet sei, sondern diese stärken soll. Gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden, der Stadtverwaltung sowie externen Fachleuten wolle man Winsen für die kommenden Jahre sicher und verlässlich aufstellen.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
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