Von "Kinderbauhütte" bis Wohnungsbau
Verwaltungsausschuss der Stadt Winsen fasste Beschlüsse
In seiner jüngsten Sitzung hat der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Winsen als Beschlussorgan unter anderem zu folgenden Themen Entscheidungen getroffen:
Seit 2021 gibt es alljährlich das Projekt der „Kinderbauhütte“ des Heimat- und Museumsvereins. Mit Unterstützung regionaler Handwerksbetriebe werden Kinder dabei auf erlebnisorientierte Weise mit der Bauweise in vergangenen Zeiten und der Bedeutung historischer Gebäude vertraut gemacht (das WOCHENBLATT berichtete). Der Verein als Projektträger möchte das Format als Bereicherung des vielfältigen Veranstaltungsangebots in der Stadt mit Mitteln des Förderprogramms „Resiliente Innenstadt“ an einem festen Standort für die nächsten drei Jahre fortführen - jeweils in den Sommermonaten an Wochenenden, in den Schulferien und teilweise unter der Woche mit Schulklassen. Nachdem die Stadt eine Co-Finanzierung angesichts ihrer Haushaltssituation abgelehnt hatte, bemühte sich der Verein erfolgreich um eine ergänzende Finanzierung zusätzlich zu den angestrebten Fördermitteln aus dem Programm „Resiliente Innenstadt“. Um das Vorhaben zu ermöglichen, wird die Stadt eine Fläche für die „Kinderbauhüttenstadt“ zur Verfügung stellen. Von den in Betracht kommenden Standorten hat sich der VA für den Bereich am Rosengarten und angrenzend an den Schlosspark entschieden. Eingerichtet werden soll die „Kinderbauhüttenstadt“ hier nach dem Stadtfest 2027 und zunächst einmal für ein Jahr, um dann unter Berücksichtigung der Erfahrungen über eine Fortsetzung zu entscheiden.
Die Entwürfe des Bebauungsplanes Pattensen "Allernweg“ und der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplanes sollen zur Beteiligung der Öffentlichkeit für einen Monat ausgelegt und den Trägern öffentlicher Belange für Stellungnahmen zugänglich gemacht werden. Der Plan sieht etwa 48 Wohneinheiten mit Schwerpunkt auf Einzel- und Doppelhäusern vor.
Für die Anwendung des sogenannten „BauTurbo“ – einer Gesetzesänderung mit dem Ziel des vereinfachten und beschleunigten Bauens von Wohnungen – beschloss der Rat im März Leitlinien für die Stadt. Jetzt wurde der VA über zwei positive Entscheidungen der Verwaltung über Anträge nach dem „BauTurbo“ informiert, zudem wurden ihm fünf Anträge zur Entscheidung vorgelegt. Für vier der Vorhaben gab der Ausschuss „grünes Licht“.
Die Firma Herder und Plötz Elektrotechnik GmbH aus Winsen hat den Auftrag zur Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der neuen Grundschule Stöckte erhalten. Sie hatte im Ausschreibungsverfahren mit 193.300 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben.
In den vergangenen Jahren war der Ortsteil Pattensen wegen seiner Topographie bei Starkregen häufig von schweren Überflutungen mit dadurch verursachten erheblichen Sachschäden betroffen. Mit Hilfe des Gutachtens eines spezialisierten Ingenieurbüros sollen jetzt risikobehaftete Bereiche und Objekte herausgearbeitet und potenzielle Maßnahmen zur Minimierung von Starkregenrisiken definiert werden. Den Gutachterauftrag hat der VA nach einer Ausschreibung und der Auswertung der eingegangenen Angebote an die Firma BPI Hannover Verworn aus Hannover vergeben. Die Kosten für das hydrologische Gutachten betragen 47.800 Euro. Zu 80 Prozent sind dafür laut VA Fördermittel zugesagt.
Für die Freiwillige Feuerwehr Borstel soll ein neues Löschfahrzeug angeschafft werden. Das Fahrgestell liefert die Firma MAN Truck und Bus Deutschland GmbH aus München für rund 150.500 Euro, den Aufbau übernimmt für etwa 253.000 Euro die Firma Brandschutztechnik Görlitz GmbH aus Görlitz.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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