Mobilitätstag in Winsen am 19. September
Freier Eintritt im Marstall: Vom Pferdewagen bis zur E-Mobilität
- Ilona Johannsen in der neuen Sonderausstellung zum Thema Mobilität
- Foto: aw
- hochgeladen von Anika Werner
Wer beim Winsener Mobilitätstag unterwegs ist, kann auch die Verkehrsgeschichte der Region kennenlernen: Das Museum im Marstall gewährt am Samstag, 19. September, freien Eintritt in seine Sonderausstellung „Vom Pferdewagen bis zur E-Mobilität“. Dafür öffnet das Haus eine Stunde früher als gewohnt. Von 10 bis 16 Uhr können Besucher erfahren, wie Menschen früher ihre Ziele erreichten und welche Ideen die Fortbewegung von morgen prägen könnten.
Auf dem Schlossplatz und in der Innenstadt stehen von 10 bis 15 Uhr aktuelle Mobilitätsangebote und nachhaltige Verkehrsmittel im Mittelpunkt. Die Ausstellung ergänzt das Programm um die historischen Hintergründe. Sie zeigt, welche Wege von der Kutsche über Dampfschiff und Eisenbahn bis zum Automobil führten. Auch das Fahrrad, Carsharing und elektrische Antriebe gehören zu den Themen der Schau, die seit Ende April im Marstall zu sehen ist.
Besonders ausführlich widmet sich das Museum der Mobilitätsgeschichte rund um Winsen. Die Elbe war schon früh eine Verbindung nach Hamburg: Bereits 1816 fuhr von Hoopte aus ein Dampfschiff ein- bis zweimal täglich dorthin. Später nutzten Ausflügler die Lauenburger Raddampfer für Fahrten entlang der Elbe nach Hamburg und zurück. Die Ausstellung erzählt von diesen Schiffsverbindungen und erinnert an frühere Eisenbahnstrecken nach Hützel, Niedermarschacht und Harburg. Sie stellt auch vor, wie der Personenverkehr mit Kutschen und Omnibussen begann.
In Winsen fasste das Automobil vergleichsweise früh Fuß. 1912 wurde eine Automobil-Genossenschaft gegründet, die täglich zwischen Winsen und Hoopte verkehrte. Solche regionalen Beispiele machen nachvollziehbar, wie sich die Möglichkeiten veränderten, zur Arbeit zu kommen, andere Orte zu erreichen oder einen Ausflug zu unternehmen. Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, findet in der Schau auch weniger bekannte Fakten zur Geschichte des Fahrrads.
Neben den technischen Entwicklungen beschäftigt sich die Ausstellung mit der Bedeutung von Mobilität für den Einzelnen. Wie verändert sie den Alltag? Welche Möglichkeiten entstehen durch neue Verkehrsmittel, welche Schwierigkeiten bringen sie mit sich? An interaktiven Medien- und Mitmachstationen können Besucher ihre eigenen Erfahrungen beisteuern und verschiedene Zukunftsszenarien durchdenken. Dabei geht es auch darum, wie Menschen in den kommenden Jahrzehnten unterwegs sein könnten.
Der Rundgang lässt sich mit einem Besuch der Aktionen in der Innenstadt und auf dem Schlossplatz verbinden.
Die Sonderausstellung „Vom Pferdewagen bis zur E-Mobilität“ läuft bis zum 11. Oktober und ist zu den regulären Öffnungszeiten des Museums im Marstall dienstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr zu besichtigen.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.