Trialog am 5. und 12. November
Wieviel Offenheit bei psychischen Erkrankungen?
Offensiv nach außen gehen – oder lieber verschweigen? Ängste, Erschöpfung oder andere psychische Erkrankungen sind einerseits immer wieder Thema in Medien, sozialen Netzwerken und im Alltag, andererseits werden sie mit Schwäche, mangelnder Belastbarkeit oder fehlendem „Zusammenreißen“ verbunden. „Psychische Erkrankungen – wie viel Offenheit tut gut?“ – Um diese Frage geht es bei zwei Trialog-Veranstaltungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes im Landkreis Harburg im November.
Dafür gibt es zwei Termine:
Am Donnerstag, 5. November, im Veranstaltungssaal im Marstall in Winsen, Schloßplatz 11, und am 12. November in der Seniorenbegegnungsstätte Buchholz, Wilhelm-Baastrup-Platz 2. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.
Betroffene, Angehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in psychiatrischen Einrichtungen können sich bei den Veranstaltungen in Winsen und Buchholz aus verschiedenen Perspektiven über Erfahrungen und Hilfsmöglichkeiten austauschen. Es geht um Vorurteile, Entwicklungen und darüber, was ein wertschätzender Umgang mit psychischer Gesundheit im persönlichen Umfeld und in der Gesellschaft bedeuten kann. Denn Vorurteile können dazu führen, dass Betroffene sich zurückziehen oder notwendige Hilfe erst spät suchen. Dabei kann Offenheit entlasten. Sie kann Vorurteile abbauen, Verständnis schaffen und Menschen das Gefühl geben, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein. Gleichzeitig aber muss niemand seine psychische Erkrankung offenlegen.
Daher geht es bei den Trialog-Treffen um Fragen wie: Wann kann Offenheit entlasten und wann brauche ich Schutz? Wem möchte ich etwas erzählen, zum Beispiel in Familie, Freundeskreis oder Arbeit? Wo liegen meine persönlichen Grenzen? Auch die Sicht von Angehörigen und Gesellschaft soll zur Sprache kommen. Denn oft ist die Unsicherheit groß: Was darf ich fragen und was ist zu persönlich? Wie erkenne und respektiere ich persönliche Grenzen? Wie schaffen wir Verständnis statt Vorurteilen und Ausgrenzung?
Bei den Veranstaltungen sollen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden, gegenseitiges Verständnis gefördert und neue Impulse für einen achtsamen Umgang mit Verantwortung gegeben werden. Die Trialog-Veranstaltungen bieten psychiatrieerfahrenen Betroffenen, ihren Angehörigen und Menschen, die in der Psychiatrie arbeiten, zweimal im Jahr ein Forum für den offenen und persönlichen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Es geht vor allem um den Austausch unterschiedlicher Betrachtungsweisen. Mehr Informationen: https://www.landkreis-harburg.de/trialog.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Rückfragen steht der Sozialpsychiatrische Dienst der Kreisverwaltung unter den Tel. 04171 – 693 517 oder 04181 – 201 980 gern zur Verfügung.
(Landkreis Harburg/tw).
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