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Dringend nötiges neues Feuerwehrhaus beschäftigt erneut Salzhäuser Politiker

Erster Entwurf: Das Brandschützer-Domizil soll - auch als Lärmschutz - zwischen dem Betrieb "Hünert + Kramp" und dem Neubaugebiet errichtet werden Foto: archiv/Sven Klobe Architekten

Samtgemeinde plant notfalls ohne Rettungswachen-Anbau

ce. Salzhausen. Die Planungen für das aus Sicht von Brandschützern und Samtgemeindeverwaltung dringend notwendige neue Feuerwehrgerätehaus nehmen immer konkretere Formen an. Mit dem Vorhaben befasst sich der Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten erneut in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 13. August, um 19.30 Uhr im Rathaus. Dort stellt auch der Lüneburger Architekt Sven Klobe detailliert seine Planungen vor.
Als Standort für das neue Retter-Domizil wurde auf Anregung der UWG und der Grünen ein knapp 5.000 Quadratmeter großes Areal im Baugebiet Witthöftsfelde westlich vom Landmaschinen-Unternehmen "Hünert + Kramp" gewählt. Der in Kubus-Form geplante Neubau soll auch als Schallschutz zwischen dem Gewerbebetrieb und dem an das Feuerwehrhaus angrenzende Neubaugebiet dienen. Das Feuerwehrhaus wird den Rettern für Gerätschaften, Material, Schulungen und Fahrzeuge mehr Raum bieten. Dort ist auch eine sichere und schnelle An- und Abfahrt der Einsatzkräfte bei Alarmierungen gewährleistet (das WOCHENBLATT berichtete).
Ins Auge gefasst hat die Verwaltung auch eine mögliche Integration der Rettungswache, die vom Gesundheitszentrum Salzhausen betrieben wird, an das Feuerwehrdomizil. Die Wache muss demnach erweitert und wahrscheinlich neu gebaut werden.
Laut der aktuellen Kostenaufstellung des Architekten wird das Feuerwehrhaus mit rund 2,42 Millionen Euro zu Buche schlagen, die Rettungswache mit 780.000 Euro. Letztere soll im Falle einer Realisierung an den für den Rettungsdienst zuständigen Landkreis vermietet werden.
"Der Samtgemeinde liegt bis heute bezüglich der Rettungswache vom Landkreis noch keine Aussage vor, aus der hervorgeht, dass die Wache mitgebaut werden soll", heißt es in der Vorlage für die anstehende Ausschuss-Sitzung. "Es bleibt jedoch dabei, dass wir nach der Sommerpause Ende dieses Monats Gespräche mit dem Landkreis über das Thema führen wollen - und müssen", erklärte Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause auf WOCHENBLATT-Anfrage.
Die Errichtung des Feuerwehrhauses wäre der Samtgemeinde zufolge auch ohne Wache nach den Anforderungen des Bebauungsplanes möglich. Würde der Anbau an das Brandschützer-Domizil wegfallen, müssten für dessen Außenfassade rund 80.000 Euro mehr gezahlt werden.
Die Samtgemeindeverwaltung schlägt dem Ordnungsausschuss vor, er möge dem Rat die Beschließung des Feuerwehrhaus-Neubaus ohne Rettungswache empfehlen. Zudem solle die Verwaltung beauftragt werden, die Verhandlungen mit dem Rettungsdienst-Träger fortzusetzen und die politischen Gremien über das Ergebnis zu informieren.