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150 Einsätze in der Silvesternacht: Viel zu tun für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr / Taxi-Fahrer überfallen

Die Polizei entdeckte zufällig ein professionelles Marihuana-Schrankzelt bei einem Buxtehuder (Foto: Polizei)
(bc/nw). In der vergangenen Silvesternacht hatten Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Dreimal musste die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis alarmiert werden. In Drochtersen geriet gegen 4.20 Uhr in der Straße "Zur
Wettern" ein Schuppen nach dem Übergreifen der Flammen von einem daneben stehenden Mülleimer in Brand. In Bützfleth wurde ein Altkleidercontainer durch ein Feuer beschädigt und in Buxtehude musste gegen 2.15 Uhr in der Susanna-von-Hauenschütz-Straße ein brennendes Weihnachtsgesteck, das einen Brandmelder ausgelöst hatte, gelöscht werden.

Die Polizeibeamten hatten ca. 70 Einsätze im Landkreis abzuarbeiten, neben diversen "Knallereinsätzen", teilweise sogar mit erheblichen Sachbeschädigungen an Briefkästen, Zigarettenautomaten und Autos, mussten auch einige Ruhestörungen durch feiernde Personen beruhigt werden.

Mehrere Personen waren wegen übermäßigem Alkoholgenuss in hilfloser Lage und mussten den Rest der Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen.

Einige Betroffene waren mit den Maßnahmen der Polizei nicht einverstanden und leisteten zum Teil erheblichen Widerstand, gegen sie wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Über zehn Streitigkeiten, die dann teilweise zu Körperverletzungen führten, wurden der Polizei gemeldet, in den meisten Fällen waren die Kontrahenten alkoholbedingt aneinander geraten.

Eine Person hatte in Buxtehude eine Feier verlassen und war anschließend vermisst worden, der junge Mann ist inzwischen aber wieder zu Hause angekommen.

In der letzten Nacht in Stade und bereits am Freitag in Harsefeld wurden zum Knallen Schreckschusspistolen verwendet, für die die Benutzer nicht im Besitz der erforderlichen Waffenerlaubnis waren. Hier wurden die Waffen sichergestellt und ein Verfahren eingeleitet.

Unter anderen wurden bei einer Fahrzeugdurchsuchung nach einer Drogenfahrt im Kofferraum eines 21-jährigen Bliedersdorfers bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag verbotene Böller gefunden und sichergestellt.

Nach einer Körperverletzung in Buxtehude wollten die Beamten den Beschuldigten aufsuchen, hier wurde ihnen von einem 26-jährigen Mitbewohner die Wohnungstür geöffnet und dann bei ihm ein professionelle beheiztes und belüftetes Treibhaus Schrankzelt mit mehreren Marihuana-Pflanzen entdeckt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde nun die Wohnung durchsucht, die Pflanzen und das Zelt sichergestellt und ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzt eingeleitet.

Drei Autofahrer, die unter Alkoholeinfluss unterwegs waren, wurden von den Streifenbeamten gestoppt. Sie musste sich einer Blutprobe unterziehen und die Führerscheine wurden sichergestellt.

Die Mitarbeiter des Notarzt- und Rettungsdienstes mussten ca. 100 Einsätze fahren, dabei waren in acht Fällen Verletzungen durch Knallkörper dabei. In einem Fall in Kutenholz wurde der Betroffene so schwer verletzt, dass er am heutigen Neujahrstag aufgrund seiner Hand- und Gesichtsverletzungen in eine Hamburger Unfallklinik verlegt werden muss.

Elfmal mussten Personen wegen Alkoholproblemen vom Rettungsdienst versorgt und dann teilweise ins Krankenhaus transportiert werden. Dazu kamen die Einsätze bei den "silvesterbedingten" Körperverletzungen, die dann auch durch die Polizei bearbeitet
wurden.

Taxi-Fahrer überfallen

Am heutigen Neujahrsmorgen gegen 7.30 Uhr ließen sich zwei bisher unbekannte Männer von einem 48-jährigen Taxifahrer über Umwege in Stade zur  Straße "Am Mühlenteich" fahren. Hier weigerten sich die beiden Fahrgäste dann, den Fahrpreis von 50 Euro zu zahlen und schlugen statt dessen auf den Taxifahrer ein.

Als die Täter aussteigen, kann der 48-Jährige sein Auto von innen verriegeln und so verhindern, dass die Beiden erneut in das Fahrzeug eindringen können. Danach flüchten die Unbekannten zunächst in Richtung der Straße "Hempbarg".

Der Taxifahrer, der dann sofort den Notruf auslöste, zog sich bei dem Überfall nicht unerhebliche Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst ins Stader Elbeklinikum eingeliefert werden.

Die beiden Räuber erbeuteten bei dem Überfall zwei Mobiltelefone und eine Taschenlampe, ein Handy und die Lampe konnten im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung in Tatortnähe wieder aufgefunden werden.

Die beiden Räuber wurden wie folgt beschrieben:

1. Täter:

- südosteuropäische Erscheinung
- schwarze kurze Haare
- ca. 40 bis 50 Jahre alt
- ca. 170 cm groß und von normaler Statur
- trug zur Tatzeit ein schwarzes Jacket, eine schwarze Hose und
schwarze Schuhe

2. Täter:
- Südosteuropäische Erscheinung
- Schwarze mittellange Haare
- Ca. 25 bis 30 Jahre alt
- Trug zur Tatzeit eine schwarze Hose und ein weißes Hemd

Vor der eigentlichen Tat waren in dem Taxi auch noch zwei Frauen mitgefahren, die dann aber bereits in der Götzdorfer Straße und dem Diestelweg ausgestiegen waren, die Frau aus dem Diestelweg hatte dabei ein ca. zweijähriges Kind bei sich.

Die beiden bisher ebenfalls unbekannten Frauen werden als wichtige Zeuginnen gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Weitere Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder die sonstige sachdienliche Hinweise zu den Tätern geben können, werden ebenfalls gebeten, sich unter der Rufnummer 04141-102215 bei der Stader Polizeiinspektion zu melden.