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"Machen Sie weiter so!": Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann macht BI Mut

Günter Scharz (v. li.) und Rainer Weseloh von der BI beim Vor-Ort-Termin mit Enak Ferlemann, Martina Oertzen, Rainer Rempe und Michael Grosse-Brömer
kb. Meckelfeld. Polit-Prominenz am Seevedeich: Am Dienstag trafen sich Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Michael Grosse-Brömer (CDU), Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagfraktion, Landrat Rainer Rempe (CDU) und Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen mit der Bürgerinitiative (BI) gegen die Raststätte Elbmarsch zu einem Ortstermin in Meckelfeld. In unmittelbarer Nähe zum Areal der geplanten Mega-Rastanlage an der A1 informierte Rainer Weseloh von der BI über die Folgen des Rastanlagen-Baus für Natur und Menschen und kritisierte das Verhalten Hamburgs bei der Suche nach einem Standort für die dringend benötigten Lkw-Parkflächen. "Stoppen Sie das Planverfahren! Reden Sie mit Hamburg!", forderte Weseloh von Ferlemann.
Wie mehrfach berichtet, sollen an der A1 bei Meckelfeld auf einer Fläche von insgesamt rund 23 Hektar Stellplätze für insgesamt 255 Lkw, 311 Pkw sowie für Busse und Schwerlasttransporter entstehen. Von Beginn an hatte es in Politik und Bevölkerung harsche Kritik an den Plänen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau gegeben. Im Planungsverfahren gingen über 6.400 Einwendungen gegen den Bau die Rastanlage ein. Noch immer werden diese geprüft, der Erörterungstermin wurde immer wieder verschoben.
"Wir sind maßlos enttäuscht von Hamburg, hier ist es nicht mit rechten Dingen zugegangen", kritisierte Martina Oertzen das Verhalten der Hansestadt. Der Unmut gegenüber dem "großen Nachbarn" hatte sich im vergangenen Jahr zusätzlich verstärkt, als bekannt wurde, dass Hamburg auf einer rund 25 Hektar großen, westlich der Autobahnanschlussstelle Harburg gelegenen Fläche ("Neuland 23"), Logistik-Betriebe ansiedeln will. Als es darum ging, einen Standort für die Rastanlage zu suchen, war diese Fläche mit der Begründung, dass es sich um hochwertige Naturschutzflächen handelt, aus den Planungen herausgenommen worden. "Wir fühlen uns von Hamburg über den Tisch gezogen, das ist nicht hinnehmbar", so Rainer Rempe.
"Ich lebe selbst in der Metropolregion, ich weiß wie Hamburg mit der Region umgeht", pflichtete Enak Ferlemann bei. Er ermutigte die BI und die örtliche Politik, weiter gegen die Rastanlage zu kämpfen: "Sie haben bisher alles richtig gemacht. Sie sind nicht einfach nur dagegen, Sie nennen Alternativen. Machen Sie weiter so!" Den Grund, warum der Erörterungstermin so lange auf sich warten lässt, sieht Ferlemann nicht nur in der Quantität, sondern vor allem in der Qualität der Einwendungen. "Sie machen es der Behörde schwer, dagegen anzugehen", so Ferlemann. Er versprach, sich dafür einzusetzen, die Alternativen-Prüfung noch einmal in Angriff zu nehmen. "Vermutlich wäre es eine bessere Option für alle Beteiligten, das Vorhaben zeitnah auf Hamburger Gebiet zu realisieren", sagte Ferlemann.
Auch Grosse-Brömer lobte die Arbeit der BI: "Hier vor Ort gibt es keinen dumpfen Protest, sondern sachliche Argumente. Das ist eine gute Grundlage, um die Planungen noch einmal zu überdenken."