Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Kommen die neuen Stader Pfleger aus Schweden?

Eintrag ins Goldene Buch: Per-Ola Mattsson - Bürgermeister von Karlshamn, mit seiner Referentin für EU-Fragen und Städtepartnerschaften Annika Henesey (re.) und der Stader Bürgermeisterin Silvia Nieber

Per-Ola Mattsson, neuer Bürgermeister von Karlshamn, auf Antrittsbesuch bei Bürgermeisterin Silvia Nieber

tp. Stade. Mit Kanonendonner und durch eine Kriegslist nahmen die Schweden am Ende des Dreißjährigen Krieges die Harschenfleether Vorstadt in der heutigen Kreisstadt Stade ein. Inzwischen ist die Beziehung zu den skandinavischen Nachbarn friedlich und freundschaftlich: Stade und Karlshamn in Schweden pflegen seit Jahrzehnten eine Städtepartnerschaft. Jetzt waren die Schweden an der Schwinge zu Gast. Per-Ola Mattsson, neuer Bürgermeister von Karlshamn, stattete Stade mit einer Delegation einen dreitägigen Antrittsbesuch ab und trug sich im Rahmen einer Feierstunde mit Vertretern aus Rat und Verwaltung ins Goldene Buch der Stadt ein.

Thematische Schwerpunkte der Stippvisite in Stade waren Integration und Gesundheit. Beim Empfang am Donnerstag hörten die Teilnehmer einen Kurzvortrag über "Gesundheitsmanagement der Hansestadt Stade". Die anschließende Arbeitssitzung zum kommunalen Austausch hielten die Beteiligten in der Integrierten Gesamtschule (IGS) ab, die den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ trägt.

Stade und Karlshamn wollen ihre wirtschaftliche Kooperation intensivieren. Perspektiven sieht Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber beim Arbeitskräfteaustausch. In den Elbe Kliniken herrsche Knappheit an Pflegekräften. Daher wollen die Verantwortlichen klären, ob sich Arbeitnehmer aus Karlshamn für einen Job in der Pflege in Stade interessieren. Im Bereich Hafenlogistik ist dies bereits gelungen. Schwedische Arbeitnehmer absolvierten in Stade eine entsprechende Fachausbildung.

Die Schweden informierten sich über das Migranten-Eltern-Netzwerk, machten einen Stadtrundgang mit Ex-Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms und besichtigten die Elbe-Kliniken, wo sie näheres über die "interkulturelle Pflege" am Beispiel der Notaufnahme erfuhren. Die Ausstellung und das Theaterstück „Koffermenschen“ in Stade sollen Kulturinteressierten in Karlshamn gezeigt werden.